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SQL Anywhere 11.0.1 (Deutsch) » SQL Anywhere Server - Datenbankadministration » Datenbank starten und Verbindung mit ihr herstellen » Mit Datenbankdateien arbeiten » Die Dienstprogrammdatenbank verwenden

 

Verbindung mit der Dienstprogrammdatenbank herstellen

Sie können die Dienstprogrammdatenbank auf einem Datenbankserver starten, indem Sie beim Herstellen der Verbindung mit dem Server utility_db als Datenbanknamen angeben. Sie können die Serveroption -su verwenden, um das Kennwort der Dienstprogrammdatenbank für den DBA-Benutzer zu setzen oder um Verbindungen zur Dienstprogrammdatenbank zu deaktivieren. Wenn die Option -su nicht beim Start der Dienstprogrammdatenbank angegeben wird, unterscheiden sich die Anforderungen für die Benutzer-ID und das Kennwort beim Personal Server und beim Netzwerkserver.

Beim Personal Datenbankserver gibt es, wenn -su nicht angegeben ist, keine Sicherheitsbeschränkungen für die Verbindung mit der Dienstprogrammdatenbank. Beim Personal Server müssen Sie die Benutzer-ID DBA angeben. Außerdem müssen Sie ein Kennwort angeben, es kann allerdings jedes beliebige Kennwort sein. Es gilt die Annahme, dass jeder, der eine Verbindung mit dem Personal Datenbankserver herstellen kann, direkten Zugriff auf das Dateisystem erhält. Es wird also nicht versucht, Benutzer über Kennwörter zu filtern.

Um die Eingabe des Kennworts der Dienstprogrammdatenbank als normalen Text zu umgehen, können Sie, wenn Sie die Option -su verwenden, eine Datei erstellen, die das Kennwort enthält, und sie mit dem dbfhide-Dienstprogramm verschleiern. Beispiel: Die Datei mit Namen util_db_pwd.cfg enthält das Kennwort der Dienstprogrammdatenbank. Sie können diese Datei unter Verwendung von "dbfhide" verschleiern und sie in util_db_pwd_hide.cfg umbenennen:

dbfhide util_db_pwd.cfg util_db_pwd_hide.cfg

Die Datei util_db_pwd_hide.cfg kann nun verwendet werden, um das Kennwort der Dienstprogrammdatenbank anzugeben:

dbsrv11 -su @util_db_pwd_hide.cfg -n my_server c:\mydb.db

Weitere Hinweise finden Sie unter Dienstprogramm zum Verschleiern von Dateien (dbfhide).

Für den Netzwerkserver müssen Sie, wenn -su nicht angegeben ist, die Benutzer-ID DBA und das in der Datei util_db.ini gespeicherte Kennwort angeben, die sich in demselben Verzeichnis befindet wie die ausführbare Datei des Datenbankservers. Da sich dieses Verzeichnis auf dem Server befindet, können Sie den Zugriff auf die Datei steuern, indem Sie bestimmen, wer Zugriff auf das Kennwort hat. Bei Kennwörtern wird die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt.

Hinweis

Die Datei util_db.ini ist veraltet. Sie sollten die Serveroption -su verwenden, um das Kennwort für den DBA-Benutzer der Dienstprogrammdatenbank anzugeben. Weitere Hinweise finden Sie unter Serveroption -su.

♦  So stellen Sie eine Verbindung mit der Dienstprogrammdatenbank auf dem Personal Server her (Interactive SQL)
  1. Starten Sie einen Datenbankserver mit dem folgenden Befehl:

    dbeng11 -n TestEng

    Zur Erhöhung der Sicherheit kann die Option -su verwendet werden, um das Kennwort der Dienstprogrammdatenbank anzugeben.

  2. Starten Sie Interactive SQL.

  3. Im Fenster Verbinden geben Sie DBA für die Benutzer-ID und ein beliebiges Kennwort ohne Leerzeichen ein. Das Kennwort selbst wird nicht geprüft, es muss jedoch eines angegeben werden.

  4. Im Register Datenbank geben Sie utility_db als Datenbanknamen und TestEng als Servernamen ein.

  5. Klicken Sie auf OK, um die Verbindung herzustellen.

    Interactive SQL stellt eine Verbindung mit der Dienstprogrammdatenbank auf dem Personal Server "TestEng" her.

♦  So stellen Sie eine Verbindung mit der Dienstprogrammdatenbank auf dem Netzwerkserver her (Interactive SQL)
  1. Starten Sie einen Datenbankserver mit dem folgenden Befehl:

    dbsrv11 -n TestEng -su 9Bx231K
  2. Starten Sie Interactive SQL.

  3. Im Fenster Verbinden geben Sie DBA für die Benutzer-ID und das Kennwort ein, dessen Eingabe durch die Option -su festgelegt wird.

  4. Im Register Datenbank geben Sie utility_db als Datenbanknamen und TestEng als Servernamen ein.

  5. Klicken Sie auf OK, um die Verbindung herzustellen.

    Interactive SQL stellt eine Verbindung mit der Dienstprogrammdatenbank auf dem Netzwerkserver "TestEng" her.

Weitere Hinweise finden Sie unter SQL Anywhere-Datenbankverbindungen und Serveroption -su.

Hinweis

Wenn Sie mit der Dienstprogrammdatenbank verbunden sind und REVOKE CONNECT FROM DBA ausführen, werden zukünftige Verbindungen mit der Dienstprogrammdatenbank deaktiviert. Das bedeutet, dass keine weiteren Verbindungen zur Dienstprogrammdatenbank hergestellt werden können, außer Sie verwenden eine Verbindung, die vor der Ausführung von REVOKE CONNECT bestanden hat, oder Sie starten den Datenbankserver neu. Weitere Hinweise finden Sie unter REVOKE-Anweisung.

util_db.ini mit Netzwerk-Datenbankservern verwenden (veraltet)
Hinweis

Da die Verwendung der Datei util_db.ini veraltet ist, wird empfohlen, dass Sie stattdessen die Serveroption -su verwenden, um das Kennwort des DBA-Benutzers für die Dienstprogrammdatenbank anzugeben.

Die Verwendung der util_db.ini-Datei hängt von der physischen Sicherheit des Host-Computers für den Datenbankserver ab, da die Datei util_db.ini problemlos mit einem Texteditor gelesen werden kann.

Beim Netzwerkserver können Sie sich nur mit der Dienstprogrammdatenbank verbinden, wenn Sie -su angeben oder util_db.ini verwenden. Wenn Sie util_db.ini verwenden, enthält die Datei das Kennwort und ist im selben Verzeichnis wie die Datenbankserver-Programmdatei gespeichert. Sie enthält folgenden Text:

[UTILITY_DB]
PWD=Kennwort

Um den Inhalt der Datei util_db.ini vor zufälligem Direktzugriff zu schützen, können Sie Dateien mithilfe des Dienstprogramms zum Verschleiern der Befehlsdatei (dbfhide) mit einer einfachen Verschlüsselung versehen. Sie können auch Betriebssystemfunktionen verwenden, um den Zugriff auf das Serverdateisystem zu begrenzen.

Weitere Hinweise zur Verschleierung von .ini-Dateien finden Sie unter Inhalt von .ini-Dateien verbergen.