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SQL Anywhere 11.0.1 (Deutsch) » SQL Anywhere Server - Datenbankadministration » Überwachen Ihrer Datenbank » Der SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagent » Den SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagenten verwenden

 

Den SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagenten konfigurieren

Der SQL Anywhere-Erweiterungsagent kann eine oder mehrere Datenbanken überwachen. Die zu überwachenden Datenbanken sind in der Datei sasnmp.ini im folgenden Format gespeichert:

[SAAgent]
TrapPollTime=Zeit-in-Sekunden

[DBn]
ConnStr=Verbindungszeichenfolge
UtilDbPwd=Dienstprogrammdatenbank-Kennwort
CacheTime=Zeit-in-Sekunden
DBSpaceCacheTime=Zeit-in-Sekunden
Trapt=Trap-Information
Disabled=1 or 0

Standardmäßig wird die Datei sasnmp.ini im Verzeichnis Installationsverzeichnis\bin32 installiert.

Der SAAgent-Abschnitt

Der SAAgent-Abschnitt der sasnmp.ini-Datei enthält Informationen über den SQL Anywhere-Erweiterungsagenten. Wenn das Feld TrapPollTime nicht benötigt wird, können Sie den gesamten Abschnitt auslassen.

TrapPollTime   Dieser Wert legt die Abrufhäufigkeit für dynamische Traps fest, sofern welche angegeben sind. Der SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagent fragt die Werte standardmäßig alle 5 Sekunden ab. Wenn dieser Wert 0 ist, sind dynamische Traps deaktiviert. Dieses Feld ist optional.

Der DBn-Abschnitt

Jeder DBn-Abschnitt der sasnmp.ini-Datei beschreibt eine Datenbank, die Herstellung einer Verbindung zu ihr und die für die Datenbank vorhandenen dynamischen Traps. Die Felder in diesem Abschnitt unterscheiden zwischen Groß- und Kleinschreibung.

Der Wert für n ist eine Zahl, die die Datenbank kennzeichnet. Die Nummerierung muss mit 1 beginnen und es dürfen keine Zahlen ausgelassen werden. Wenn die Datei sasnmp.ini z.B. die Einträge für [DB1], [DB2] und [DB4] enthält, wird der Eintrag [DB4] ignoriert, da der Eintrag [DB3] in der Datei fehlt.

ConnStr   Die Verbindungszeichenfolge für die Verbindung zur Datenbank. Sie müssen genügend Informationen bereitstellen, damit eine Verbindung mit der Datenbank hergestellt werden kann. Dieses Feld ist erforderlich.

  • Wenn Sie für die Verbindung zur Datenbank eine ODBC-Datenquelle verwenden wollen, muss es sich um eine System-Datenquelle handeln, nicht eine Benutzer-Datenquelle.

  • Wenn Sie ein integriertes Login verwenden wollen, müssen Sie das SYSTEM-Konto abbilden, da der SNMP-Agent als Dienst ausgeführt wird. Das hat jedoch zur Folge, dass sich alle Komponenten, die als Dienst ausgeführt werden, ohne Kennwort mit der Datenbank verbinden können. Alternativ dazu können Sie das Konto ändern, unter dem der Dienst ausgeführt wird, und dann für dieses Konto ein integriertes Login erstellen.

  • Die Zeichenfolge ASTART=NO;IDLE=0;CON=SNMP;ASTOP=NO wird der Verbindungszeichenfolge vorangestellt. Die Zeichenfolge hat folgende Konsequenzen:

    • Es wird verhindert, dass der SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagent versucht, einen Datenbankserver automatisch zu starten.

    • Zeitüberschreitung bei Leerlauf wird deaktiviert, da der SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagent sehr wahrscheinlich für einen unbestimmten Zeitraum im Leerlauf sein wird.

    • Die Verbindung wird benannt, sodass sie identifiziert werden kann.

    • Es wird verhindert, dass die Datenbank heruntergefahren wird, wenn die Verbindung des SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagenten getrennt wird.

    Wenn Sie einen dieser Werte in der Verbindungszeichenfolge in der Datei sasnmp.ini verwenden, haben die Werte in der Datei sasnmp.ini Vorrang vor den Standardeinstellungen.

UtilDbPwd   Wenn sa.agent.saStarted verwendet wird, um eine Datenbank zu starten, versucht der SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagent eine Verbindung zu der Datenbank mit dem Parameter DBF herzustellen, der den Datenbankserver anweist, wo die Datenbankdatei zu finden ist. Wenn die erforderliche Berechtigung für den Start der Datenbank jedoch DBA ist (der Standardwert für den Netzwerkserver, der mit der Option -gd dba sowohl für den Personal Server als auch für den Netzwerkserver angegeben werden kann), lässt der Server die Verbindung nicht zu.

Zum Starten einer Datenbank auf einem solchen Server muss der SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagent sich als Benutzer mit dem Benutzernamen DBA mit einer Datenbank verbinden, die bereits auf diesem Server läuft. Hierzu kann eine Verbindung zur Dienstprogrammdatenbank hergestellt werden. Wenn Sie das Kennwort der Dienstprogrammdatenbank (festgelegt durch die Serveroption -su) in der Datei sasnmp.ini angeben, stellt der SQL Anywhere-Erweiterungsagent für den Start einer Datenbank eine Verbindung zu dem betreffenden Server her, führt die Anweisung START DATABASE aus und trennt die Verbindung dann. Dieses Feld ist optional.

CacheTime   Wenn Daten von der Datenbank abgerufen werden, können sie innerhalb des SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagenten im Cachespeicher zwischengespeichert werden, sodass für nachfolgende Abfragen des betreffenden Datentyps (z.B. Servereigenschaften oder Datenbankstatistiken) keine Kommunikation mit der Datenbank erforderlich ist. Durch das Zwischenspeichern der Daten werden Datenabfragen einerseits schneller ausgeführt, andererseits ist es jedoch möglich, dass die Daten nicht aktuell sind. Mit dem Feld CacheTime können Sie die Verweildauer im Cachespeicher ändern oder den Cachespeicher deaktivieren, indem Sie den Wert auf "0" setzen. Standardmäßig beträgt die Cachezeit 0 Sekunden. Wenn der Parameter CacheTime auf 0 gesetzt wird, sind die abgerufenen Daten immer aktuell, da die Daten für jede Abfrage aus der Datenbank abgerufen werden. Dieses Feld ist optional.

DBSpaceCacheTime   Die Tabelle rdbmsDbLimitedResourceTable in der RDBMS MIB-Datenbank enthält Informationen über DBSpaces. Wenn diese Informationen aus der Datenbank abgerufen werden, können sie auch innerhalb des SQL Anywhere-Erweiterungsagenten im Cachespeicher zwischengespeichert werden. Der Standardwert für die Zwischenspeicherung von DBSpace-Informationen beträgt 600 Sekunden (10 Minuten). Mit diesem Feld können Sie die Verweildauer im Cachespeicher ändern (oder den Cachespeicher deaktivieren, indem Sie den Wert auf "0" setzen). Dieses Feld ist optional. Weitere Hinweise finden Sie unter rdbmsDbLimitedResourceTable.

Trapt   Erstellt eine dynamische Trap. Der Wert t muss eine positive Ganzzahl beginnend bei 1 sein. Es dürfen keine Nummern übersprungen werden. Dieses Feld ist optional. Weitere Hinweise finden Sie unter Dynamische Traps erstellen.

Disabled   Wenn der Wert auf "1" gesetzt ist, wird dieser Datenbankeintrag vom SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagenten übersprungen. Dies ist sinnvoll, wenn eine Datenbank aus der Liste der Datenbanken, die vom SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagenten verwaltet werden, vorübergehend entfernt werden soll, ohne die übrigen Datenbanken neu zu nummerieren. Dieses Feld ist optional.

Wenn Sie diese Datei bearbeiten, müssen Sie den SNMP-Dienst oder den SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagenten neu starten, damit der Agent die neuen Einstellungen verwendet.

♦  So starten Sie den SNMP-Dienst neu (Befehlszeile)
  1. Führen Sie den folgenden Befehl aus:

    net stop snmp

    Damit stoppen Sie den SNMP-Dienst.

  2. Führen Sie folgenden Befehl aus:

    net start snmp

    Damit starten Sie den SNMP-Dienst.

♦  So starten Sie den SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagenten erneut

Sie können den Inhalt der Datei sasnmp.ini mit einer einfachen Verschlüsselung mithilfe des Dienstprogramms dbfhide zum Verschleiern von Dateien verschleiern. Weitere Hinweise finden Sie unter Inhalt von .ini-Dateien verbergen.

sasnmp.ini-Beispieldatei

Es folgt eine sasnmp.ini-Beispielsdatei für den SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagenten.

[SAAgent]
[DB1]
ConnStr=UID=DBA;PWD=sql;ENG=server1;DBN=sales;DBF=sales.db
Trap1=1.1.5 > 50000
UtilDbPwd=test
[DB2]
ConnStr=UID=DBA;PWD=sql;ENG=server1;DBN=field;DBF=field.db
UtilDbPwd=test
Disabled=1
[DB3]
ConnStr=UID=DBA;PWD=sql;LINKS=tcpip;ENG=server2;DBN=hq;DBF=hq.db
UtilDbPwd=test

Da im Abschnitt SAAgent keine Parameter angegeben sind, fragt der SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagent die Werte alle 5 Sekunden ab.

Der SQL Anywhere SNMP-Erweiterungsagent überwacht 3 verschiedene Datenbanken, die auf zwei unterschiedlichen Servern laufen. Datenbank 3 läuft auf einem anderen Computer, sodass der Verbindungsparameter LINKS für die Festlegung des Protokolls erforderlich ist. Für DB1 wird eine Trap festgelegt, die ausgelöst wird, wenn die Anzahl der vom Datenbankserver gesendeten Byte größer als 50000 ist.