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SQL Anywhere 11.0.1 (Deutsch) » SQL Anywhere Server - Datenbankadministration » Datenbank starten und Verbindung mit ihr herstellen » Client/Server-Kommunikation

 

TCP/IP-Protokoll verwenden

TCP/IP ist eine Serie von Protokollen, die mit der weitverbreiteten Internetnutzung und dem World Wide Web zum beherrschenden Netzwerkprotokoll wurde.

UDP ist ein Transportschichtprotokoll, das auf IP aufgesetzt wird. SQL Anywhere benutzt UDP auf IP zur Erstauflösung von Servernamen und TCP für die nachfolgende Verbindung und Datenkommunikation.

Wenn Sie das TCP/IP-Protokoll verwenden, können Sie für die Client/Server-Kommunikation Transportschichtsicherheit und die Verschlüsselungstechnologie ECC oder RSA einsetzen.

Weitere Hinweise finden Sie unter Transportschichtsicherheit.

IPv6-Unterstützung in SQL Anywhere

Auf Computern mit aktiviertem IPv6 wartet der Netzwerkdatenbankserver standardmäßig auf allen IPv6- und IPv4-Adressen auf Daten. IPv6 wird unter Windows, Linux, Mac OS X, Solaris, AIX und HP-UX unterstützt.

In den meisten Fällen sind keine Änderungen in der Server-Startzeile erforderlich, um IPv6 zu verwenden. In den Fällen, bei denen die Angabe einer IP-Adresse erforderlich ist, akzeptieren die Server- und Clientbibliotheken IPv4- und IPv6-Adressen. Beispiel: Wenn auf einem Computer mehr als eine Netzwerkkarte läuft, hat er wahrscheinlich zwei IPv4- und zwei IPv6-Adressen. Wenn der Datenbankserver nur an einer der IPv6-Adressen warten soll, können Sie eine Adresse im folgenden Format angeben:

dbsrv11 -x tcpip(MyIP=fd77:55f:5a64:52a:202:5445:5245:444f) ...

Wenn eine Clientanwendung eine IP-Adresse eines Servers angeben muss, kann die Verbindungszeichenfolge oder DSN die Adresse im folgenden Format enthalten:

...;LINKS=tcpip(HOST=fe80::5445:5245:444f);...

Jede Schnittstelle erhält einen Schnittstellenbezeichner, der sich am Ende der IPv6-Adresse befindet. Beispiel: Wenn ipconfig.exe die Adsresse fe80::5445:5245:444f%7 auflistet, ist der Schnittstellenbezeichner 7. Wenn Sie eine IPv6-Adresse auf einer Windows-Plattform angeben, sollten Sie den Schnittstellenbezeichner verwenden. Unter Unix können Sie entweder einen Schnittstellenbezeichner oder einen Schnittstellennamen angeben (der Schnittstellenname ist der Name der von ifconfig angegebenen Schnittstelle). Beispiel: Der Schnittstellenname in der folgenden IPv6-Adresse ist eth1: fe80::5445:5245:444f%eth1. Der Schnittstellenbezeichner ist zur Angabe von IPv6-Adressen unter Linux (Kernel 2.6.13 und später) erforderlich. Diese Einschränkung wirkt sich auf Werte aus, die von den folgenden Protokolloptionen angegeben werden:

Beispiel: Angenommen ipconfig.exe listet zwei Schnittstellen mit dem Bezeichner 1 bzw. 2 auf. Wenn Sie nach einem Datenbankserver suchen, der sich auf dem von Schnittstelle 2 verwendeten Netzwerk befindet, können Sie eine Clientbibliothek anweisen, nur über diese Schnittstelle Broadcasts durchzuführen:

LINKS=tcpip(BROADCAST=ff02::1%2)

Beachten Sie, dass ff02::1 die IPv6 Link-Local Multicast-Adresse ist.

Siehe auch

TCP/IP mit Windows verwenden
TCP/IP-Performance optimieren
Verbinden über eine Firewall hinweg
Über eine DFÜ-Netzwerkverbindung verbinden
Client/Server-Kommunikationen über TCP/IP verschlüsseln
Mit einem LDAP-Server verbinden