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SQL Anywhere 11.0.1 (Deutsch) » SQL Anywhere Server - Datenbankadministration » Verwaltung Ihrer Datenbank » Dienstprogramme für die Datenbankadministration

 

Dienstprogramm Initialisierung (dbinit)

Erstellt eine neue Datenbank

Syntax
dbinit [ Optionen ] neue_Datenbankdatei
Option Beschreibung
@data

Liest Optionen aus der angegebenen Umgebungsvariablen oder Konfigurationsdatei ein. Weitere Hinweise finden Sie unter Konfigurationsdateien verwenden.

Wenn Sie Kennwörter oder andere Informationen in einer Konfigurationsdatei schützen möchten, können Sie das Dienstprogramm zum Verschleiern von Dateien verwenden. Weitere Hinweise finden Sie unter Dienstprogramm zum Verschleiern von Dateien (dbfhide).

-a

Bewirkt, dass Zeichenfolgenvergleiche Akzentunterschiede zwischen Buchstaben erkennen (z.B. ist e weniger als é, wenn der UCA (Unicode Collation Algorithm) für CHAR- oder NCHAR-Datentypen verwendet wird - siehe -z und -zn). Mit Ausnahme japanischer Datenbanken, die mit UCA-Kollatierung erstellt wurden, werden Akzente standardmäßig ignoriert (daher ist e gleich é). Wenn die Basisbuchstaben (Buchstaben ohne Akzente und entfernte Groß/Kleinscheibung) ansonsten gleich sind, werden Akzente von links nach rechts verglichen.

Die Standardeinstellung für Berücksichtigung von Akzenten einer UCA-Kollatierung beim Erstellen einer japanischen Datenbank ist Berücksichtigung von Akzenten. Damit werden Akzentbuchstaben erkannt. Weitere Hinweise finden Sie unter Unicode-Kollatierungsalgorithmus (UCA).

-af

Bewirkt, dass Zeichenfolgenvergleiche Akzentunterschiede zwischen Buchstaben erkennen (z.B. ist e weniger als é, wenn der UCA-Algorithmus für CHAR- oder NCHAR-Datentypen verwendet wird - siehe -z und -zn unten). Standardmäßig werden Akzente ignoriert (d.h. "e" ist gleich "é"). Wenn die Basisbuchstaben (Buchstaben mit entfernten Akzenten) ansonsten gleich sind, werden Akzente von rechts nach links verglichen, entsprechend den Regeln der französischen Sprache.

Weitere Hinweise finden Sie unter Unicode-Kollatierungsalgorithmus (UCA).

-b

Auffüllen mit Leerzeichen in der Datenbank aktivieren.

SQL Anywhere vergleicht alle Zeichenfolgen, als ob sie eine variable Länge hätten und unter Verwendung der VARCHAR-Domäne gespeichert würden. Dies schließt Zeichenfolgenvergleiche ein, die CHAR- oder NCHAR-Spalten mit fester Länge betreffen. Überdies kürzt SQL Anywhere niemals Werte oder füllt sie mit nachgestellten Leerzeichen auf, wenn die Werte in der Datenbank gespeichert werden.

Standardmäßig behandelt SQL Anywhere Leerzeichen als signifikante Zeichen. Daher ist der Wert "a " (das Zeichen "a", gefolgt von einem Leerzeichen) nicht mit der Ein-Zeichen-Zeichenfolge "a" äquivalent. Ungleichheits-Vergleiche behandeln ebenfalls ein Leerzeichen wie jedes andere Zeichen in der Kollatierung.

Wenn das Auffüllen mit Leerzeichen aktiviert ist (die dbinit-Option -b), entspricht die Semantik von Zeichenfolgen-Vergleichen besser dem ANSI/ISO SQL-Standard. Bei aktiviertem Auffüllen mit Leerzeichen ignoriert SQL Anywhere in einem Vergleich nachgestellte Leerzeichen.

Im obenstehenden Beispiel gibt ein Gleichheitsvergleich von 'a ' mit 'a' in einer mit Leerzeichen aufgefüllten Datenbank TRUE zurück. In einer mit Leerzeichen aufgefüllten Datenbank werden Zeichenfolgen fester Länge mit Leerzeichen aufgefüllt, wenn sie von einer Anwendung abgerufen werden. Die Verbindungsoption ansi_blanks steuert, ob die Anwendung eine Warnung über die Kürzung einer Zeichenfolge bei einer solchen Zuordnung erhält. Weitere Hinweise finden Sie unter ansi_blanks-Option [Kompatibilität].

-c

Berücksichtigt bei allen Werten die Groß- /Kleinschreibung bei Vergleichen und Zeichenfolgenverarbeitung. Bezeichner in der Datenbank beachten die Groß-/Kleinschreibung nicht, selbst in Datenbanken, die die Groß-/Kleinschreibung beachten.

Mit Ausnahme von japanischen Datenbanken, die mit der UCA-Kollatierung erstellt wurden, ist das Standardverhalten, dass alle Vergleiche die Groß-/Kleinschreibung nicht beachten. Die Standardeinstellung für Berücksichtigung von Groß-/Kleinschreibung einer UCA-Kollatierung beim Erstellen einer japanischen Datenbank ist Berücksichtigung der Groß-/Kleinschreibung.

Datenbanken, die als QAnywhere-Serverspeicher verwendet werden, sollten die Groß-/Kleinschreibung nicht berücksichtigen.

Diese Option ist zur Kompatibilität mit dem ISO/ANSI SQL-Standard vorgesehen.

-dba [ DBA-Benutzer][ ,Kennwort ]

Gibt die DBA-Benutzer- ID und das Kennwort an. Wenn Sie einen neuen Namen für den DBA-Benutzer bei einer Datenbank angeben, können Sie sich nicht länger mit der Datenbank als der Benutzer "DBA" verbinden. Sie können auch ein anderes Kennwort für den DBA-Datenbankbenutzer angeben. Wenn Sie kein Kennwort angeben, wird das Standardkennwort "sql" verwendet. Wenn Sie diese Option nicht angeben, wird die Standardbenutzer-ID "DBA" mit dem Kennwort "sql" erstellt.

Beide der folgenden Befehle erstellen eine Datenbank mit einem DBA-Benutzer namens "testuser" und dem Standardkennwort "sql":

dbinit -dba testuser mydb.db

dbinit -dba testuser, mydb.db

Der folgende Befehl verwendet die Standardbenutzer-ID "DBA" mit dem Kennwort "mypwd":

dbinit -dba ,mypwd mydb.db

Der folgende Befehl ändert den Benutzer "DBA" auf "user1" mit dem Kennwort "mypwd":

dbinit -dba user1,mypwd mydb.db

Es wird empfohlen, dass das Kennwort aus 7-Bit ASCII-Zeichen besteht, weil andere Zeichen möglicherweise nicht korrekt funktionieren, wenn der Server nicht vom Zeichensatz des Clients in UTF-8 konvertieren kann.

-dbs Größe[ k | m | g | p ]

Führt eine Vorbelegung von Speicher für die Datenbank durch. Das Vorbelegen von Speicherplatz für die Datenbank dient dazu, das Risiko der Speicherplatzknappheit auf dem Laufwerk zu vermindern, auf dem die Datenbank läuft. Überdies kann die Performance verbessert werden, indem die Menge der Daten erhöht wird, die in der Datenbank gespeichert werden können, bevor der Datenbankserver die Datenbank vergrößern muss, was ein zeitaufwendiger Vorgang sein kann.

Standardmäßig ist die Größe in Byte. Sie können k, m, g oder p verwenden, um Einheiten in KByte, MByte, GByte oder Seiten anzugeben.

-ea Algorithmus

Gibt den Verschlüsselungsalgorithmus für die Datenbank- oder Tabellenverschlüsselung an (-et). Geben Sie -ea simple für die einfache Verschlüsselung an (nicht -ek oder -ep). Eine einfache Verschlüsselung ist gleichbedeutend mit der Verschleierung und und dient nur dazu, die Daten bei einem zufälligen Direktzugriff auf die Datenbankdatei zu verbergen, wobei das Entschlüsseln der Daten in Ihrer Datenbank mithilfe eines Festplatten-Dienstprogramms erschwert wird.

Um die Sicherheit zu erhöhen, geben Sie AES oder AES256 für starke 128-Bit- bzw. 256-Bit-Verschlüsselung an. Geben Sie AES_FIPS oder AES256_FIPS für FIPS-bestätigte starke 128-Bit- bzw. 256-Bit-Verschlüsselung an. Bei starker Verschlüsselung müssen Sie auch die Option -ek oder -ep angeben. Weitere Hinweise zur starken Verschlüsselung finden Sie unter Starke Verschlüsselung.

Um eine nicht verschlüsselte Datenbank zu erstellen, geben Sie die Option -ea none an oder Sie geben die Option -ea nicht an (und geben keine der Optionen -et, -ep und -ek an).

Wenn Sie die Option -ea nicht angeben, ist das Standardverhalten wie folgt:

  • -ea none, wenn -ek, -ep oder -et nicht angegeben ist
  • -ea AES, wenn -ek oder -ep angegeben ist (mit oder ohne -et)
  • -ea simple, wenn -et ohne -ek oder -ep verwendet wird

Algorithmusnamen berücksichtigen die Groß- und Kleinschreibung nicht.

Unter Windows Mobile werden die AES_FIPS- und AES256_FIPS-Algorithmen nur mit ARM-Prozessoren unterstützt.

Der folgende Befehl erstellt eine stark verschlüsselte Datenbank mit Angabe des Chiffrierschlüssels und des Algorithmus.

dbinit -ek "0kZ2o56AK#" -ea AES_FIPS "myencrypteddb.db"

Datenkomprimierungsprogramme können verschlüsselte Datenbankdateien nicht so stark komprimieren wie unverschlüsselte.

Erforderliche getrennt lizenzierbare Komponenten

ECC-Verschlüsselungen und FIPS-zertifizierte Verschlüsselungen erfordern eine getrennte Lizenz. Alle Technologien für starke Verschlüsselungen unterliegen Exportbestimmungen.

Weitere Hinweise finden Sie unter Getrennt lizenzierbare Komponenten.

-ek Schlüssel

Gibt an, dass eine stark verschlüsselte Datenbank erstellt werden soll, wobei der Chiffrierschlüssel direkt in die Befehlszeile eingegeben wird. Die -ek-Option wird mit einem AES-Algorithmus benutzt, der optional mit der -ea-Option angegeben wird. Wenn Sie die -ek-Option ohne die -ea-Option angeben, wird standardmäßig AES verwendet.

Bei der Angabe der Option -et wird die Datenbank nicht verschlüsselt. Stattdessen wird die Tabellenverschlüsselung aktiviert. Weitere Hinweise finden Sie unter Tabellenverschlüsselung.

Achtung

Bei stark verschlüsselten Datenbanken achten Sie darauf, eine Kopie des Schlüssels an einem sicheren Ort zu verwahren. Wenn Sie den Chiffrierschlüssel verlieren, gibt es keine Möglichkeit, auf die Daten zuzugreifen, auch nicht mit der Unterstützung des technischen Kundendiensts. Die Datenbank muss verworfen und eine neue Datenbank muss erstellt werden.

-ep

Gibt an, dass Sie eine stark verschlüsselte Datenbank anlegen wollen, wobei der Chiffrierschlüssel in einem Dialogfeld eingegeben wird. Diese zusätzliche Sicherheitsmaßnahme verhindert, dass der Chiffrierschlüssel in lesbarer Form angezeigt wird.

Sie müssen den Chiffrierschlüssel ein zweites Mal eingeben, um zu bestätigen, dass die erste Eingabe korrekt war. Wenn die Eingaben nicht übereinstimmen, schlägt die Initialisierung fehl.

Bei der Angabe der Option -et wird die Datenbank nicht verschlüsselt. Stattdessen wird die Tabellenverschlüsselung aktiviert.

Weitere Hinweise finden Sie unter Starke Verschlüsselung.

-et

Aktiviert die Tabellenverschlüsselung mit dem Verschlüsselungsalgorithmus (und Schlüssel), wie für die -ea-Option angegeben. Verwenden Sie diese Option, wenn Sie verschlüsselte Tabellen anstelle einer Verschlüsselung der Datenbank erstellen möchten. Wenn Sie -et mit -ek oder -ep, aber nicht -ea eingeben, wird der AES-Algorithmus standardmäßig benutzt. Wenn Sie nur die Option -et angeben, wird die einfache Verschlüsselung verwendet.

Ein Aktivieren der Tabellenverschlüsselung bedeutet nicht, dass Ihre Tabellen verschlüsselt sind. Sie müssen die Tabellen einzeln nach der Datenbankerstellung verschlüsseln. Weitere Hinweise finden Sie unter Tabelle verschlüsseln.

Wenn die Tabellenverschlüsselung aktiviert ist, werden Tabellenseiten für die verschlüsselte Tabelle, zugeordnete Indexseiten und Seiten der temporären Tabelle ebenso verschlüsselt wie Transaktionslogseiten, die Transaktionen von verschlüsselten Tabellen enthalten.

Das folgende Beispiel erstellt die Datenbank new.db, bei der starke Verschlüsselung für Tabellen aktiviert ist, wobei der Schlüssel "abc" und der AES_FIPS-Verschlüsselungsalgorithmus verwendet werden:

dbinit -et -ek abc -ea AES_FIPS new.db
-i

Schließt jConnect-Systemobjekte aus der Datenbank aus. Wenn Sie den jConnect JDBC-Treiber verwenden wollen, um auf Systemkatalog-Informationen zuzugreifen, müssen Sie die jConnect-Katalogunterstützung installieren (wird standardmäßig installiert). Wenn Sie diese Option angeben, können Sie weiterhin JDBC verwenden, solange Sie nicht auf Systeminformationen zugreifen. Auf Wunsch können Sie die jConnect-Unterstützung zu einem späteren Zeitpunkt mit Sybase Central oder der Anweisung ALTER DATABASE hinzufügen.

Weitere Hinweise finden Sie unter jConnect-Systemobjekte in einer Datenbank installieren.

Wenn Sie eine Datenbank für die Verwendung in Windows Mobile erstellen, finden Sie weitere Hinweise unter jConnect unter Windows Mobile verwenden.

-k Erstellt die SYSCOLUMNS- und SYSINDEXES-Ansichten nicht. Standardmäßig werden bei der Datenbankerstellung die Ansichten "SYS.SYSCOLUMNS" und "SYS.SYSINDEXES" zur Kompatibilität mit Systemtabellen generiert, die in Watcom SQL (Versionen 4 und älter) verfügbar waren. Diese Anzeigen kollidieren mit den Sybase Adaptive Server Enterprise-Kompatibilitätsansichten dbo.syscolumns und dbo.sysindexes.
-l Listet die empfohlenen Kollatierungssequenzen auf und stoppt dann. Es wird keine Datenbank erstellt. Eine Liste der verfügbaren Kollatierungssequenzen wird automatisch im Assistenten zur Datenbankerstellung von Sybase Central angezeigt.
-le

Listet die verfügbaren Zeichensatzkodierungen auf und stoppt dann. Es wird keine Datenbank erstellt. Jede Zeichensatzkodierung wird durch eine oder mehrere Bezeichnungen (Labels) gekennzeichnet. Es gibt Zeichenfolgen, mit denen die Kodierung gekennzeichnet werden kann. Jede Zeile im angezeigten Text listet das Kodierungslabel und alternative Bezeichnungen auf, anhand derer die Kodierung identifiziert werden kann. Diese Bezeichnungen gehören zu einer von mehreren allgemeinen Kategorien: SA (das SQL Anywhere-Label), IANA (Internet Assigned Numbers Authority), MIME (Multipurpose Internet Mail Extensions), ICU (International Components for Unicode), JAVA oder ASE (Adaptive Server Enterprise).

Um eine Liste von Zeichensatzkodierungen mit den alternativen Bezeichnungen anzuzeigen, geben Sie die Option -le+ an.

Wenn das Initialisierungs-Dienstprogramm die Zeichensatzkodierung ausgibt, wird immer die SQL Anywhere-Version der Bezeichnung ausgegeben. Beispiel: Der folgende Befehl gibt die CHAR-Zeichensatzkodierung windows-1250 zurück:

dbinit -ze cp1250 -z uca test.db
-m Dateiname Erstellt einen Transaktionslogspiegel. Ein Transaktionslogspiegel ist eine identische Kopie eines Transaktionslogs, die normalerweise auf einem getrennten Medium gehalten wird, um die Daten besser zu schützen. Standardmäßig verwendet SQL Anywhere keinen Transaktionslogspiegel.
-n Erstellt eine Datenbank ohne Transaktionslog. Wenn Sie eine Datenbank ohne Transaktionslog erstellen, sparen Sie Festplattenspeicher, müssen aber mit geringerer Performance rechnen, weil bei jedem Festschreiben ein Checkpoint gesetzt wird. Wenn Ihre Datenbank beschädigt wird und Sie kein Transaktionslog haben können die Daten nicht wiederhergestellt werden. Das Transaktionslog ist zur Daten-Replikation erforderlich und bietet zusätzliche Sicherheit für Datenbank-Informationen, falls ein Datenträger oder System ausfällt.
-o Dateiname Schreibt Meldungen in die angegebene Datei aus.
-p Seitengröße

Gibt die Seitengröße für die Datenbank an. Die Seitengröße (in Byte) kann für eine Datenbank 2048, 4096, 8192, 16384 oder 32768 betragen, wobei 4096 der Standardwert ist.

Größere Seiten bringen im Allgemeinen bei großen Datenbanken Vorteile. So ist zum Beispiel die Anzahl der zum Durchsuchen einer Tabelle erforderlichen I/O-Vorgänge geringer, weil jeweils eine ganze Seite eingelesen wird. Es gibt bei großen Seiten allerdings zusätzliche Speicheranforderungen. Es wird dringend empfohlen, dass Sie die Performance testen (und sonstige Tests durchführen), wenn Sie eine Seitengröße wählen. Danach wählen Sie die kleinste Seitengröße, die zufriedenstellende Ergebnisse liefert. Für die meisten Anwendungen sind Seitengrößen von 16 KByte oder 32 KByte nicht zu empfehlen. Verwenden Sie keine Seitengrößen von 16 KByte oder 32 KByte in Produktionssystemen, außer wenn Sie sicher sind, dass stets ein großer Datenbankserver-Cache verfügbar ist, und wägen Sie die Vor- und Nachteile für Speicher und Festplattenbelegung bzw. für die Performance-Eigenschaften gegeneinander ab. Wenn eine große Anzahl von Datenbanken auf einem Server gestartet wird, sollten Sie eine angemessene Seitengröße wählen.

Weitere Hinweise finden Sie unter:

-q Läuft im stillen Modus - Meldungen werden nicht angezeigt.
-s

Fügt Prüfsummen zu Datenbankseiten hinzu. Mit Prüfsummen kann festgestellt werden, ob eine Datenbankseite auf der Festplatte geändert wurde. Wenn Sie eine Datenbank mit aktivierten Prüfsummen erstellen, berechnet das System eine Prüfsumme, direkt bevor eine Datenbankseite auf die Festplatte geschrieben wird. Wenn die Seite von der Festplatte gelesen wird, ermittelt das System die Prüfsumme erneut und vergleicht sie mit dem auf der Seite gespeicherten Wert. Wenn die Prüfsummen unterschiedlich sind, wurde die Seite auf der Festplatte geändert oder beschädigt und ein Fehler tritt auf. Bei kritischen Datenbankseiten ermittelt der Datenbankserver immer Prüfsummen, unabhängig davon, ob die Option -s angegeben ist.

Prüfsummen sind für Datenbanken automatisch aktiviert, die auf Windows Mobile und bestimmten Speichermedien wie z.B. Wechseldatenträgern laufen, damit eine Früherkennung von möglichen Datenbankbeschädigungen möglich ist.

-t Transaktionslogname Gibt den Namen der Transaktionslogdatei an. Das Transaktionslog ist eine Datei, in der der Datenbankserver alle von allen Benutzern durchgeführten Änderungen protokolliert. Hierbei ist es gleichgültig, welche Anwendung verwendet wird. Das Transaktionslog spielt eine entscheidende Rolle beim Sichern und Wiederherstellen (siehe Das Transaktionslog) und bei der Datenreplikation. Wenn der Dateiname keinen Pfad hat, wird es in dasselbe Vezeichnis wie die Datenbankdatei platziert. Wenn Sie dbinit ausführen, ohne die Option -t oder -n anzugeben, wird ein Transaktionslog mit demselben Dateinamen wie die Datenbankdatei erstellt, jedoch mit der Erweiterung .log.
-z Kollatierung [ Kollatierungsanpassungen_Zeichenfolge ]

Gibt die Kollatierungssequenz für die Datenbank an. Die Kollatierungssequenz wird zum Sortieren und Vergleichen von Zeichendatentypen (CHAR, VARCHAR und LONG VARCHAR) verwendet. Die Kollatierung liefert Zeichenvergleichs- und Sortierinformationen für die verwendete Kodierung (Zeichensatz). Es ist wichtig, dass Sie Ihre Kollatierung mit Umsicht auswählen. Sie kann nach der Erstellung der Datenbank nicht mehr geändert werden, außer durch Entladen und Neuladen der Datenbank. Wenn keine Kollarierung angegeben ist, verwendet SQL Anywhere eine auf Betriebssystemsprache und Zeichensatz basierende Kollatierung. Weitere Hinweise finden Sie unter:

Optional können Sie Optionen für Kollatierungsanpassungen (Kollatierungsanpassung-Zeichenfolge) für eine zusätzliche Steuerung bei Zeichensortierungen und -vergleichen angeben. Diese Optionen werden in der Form von Schlüsselwort=Wert-Paaren, die in Klammern gesetzt werden, hinter dem Kollatierung-Namen angegeben. Zum Beispiel:

dbinit -c -z uca(locale=es;case=LowerFirst) spanish2.db

Weitere Hinweise finden Sie unter Optionen für Kollatierungsanpassungen.

In der Kollatierungsanpassungen_Zeichenfolge angegebene Einstellungen für Akzente und Groß-/Kleinschreibung heben die entsprechenden Optionen von dbinit ( -c, -a und -af) auf, falls beides angegeben wird.

Hinweis

Datenbanken, die mit Optionen der Kollatierungsanpassung initialisiert wurden, können nicht von einem Datenbankserver einer früheren Version als 10.0.1 gestartet werden.

-ze Kodierung

Gibt die Kodierung für die Kollatierung an. Die meisten mit -z angegebenen Kollatierungen legen sowohl die Kodierung (Zeichensatz) als auch die Reihenfolge fest. Bei diesen Kollatierungen sollte Option -ze nicht angegeben werden.

Wenn die von der Option -z angegebene Kollatierung UCA (Unicode Collation Algorithm) ist, kann die Option -ze UTF-8 oder eine beliebige Einbyte-Kodierung für CHAR-Datentypen angeben. Standardmäßig verwendet SQL Anywhere UTF-8. Verwenden Sie die Option -ze, damit eine sprachumgebungsspezifische Kodierung festgelegt und die Vorteile des UCAs bei Vergleichen und Sortierungen erhalten beleiben.

-zn Kollatierung [ Kollatierungsanpassungen_Zeichenfolge ]

Gibt die Kollatierungssequenz, die zum Sortieren und Vergleichen von nationalen Zeichendatentypen (NCHAR, NVARCHAR und LONG NVARCHAR) verwendet wird, an. Die Kollatierung liefert Zeichen-Sortierinformationen für die verwendete UTF-8-Kodierung (Zeichensatz). Werte sind UCA (Standardwert) oder UTF8BIN. Mit UTF8BIN wird eine binäre Sortierung aller Zeichen erstellt, deren Kodierung größer als 0x7E ist. Wenn die DLLs dbicu11 und dbicudt11 DLLs nicht installiert sind, ist die NCHAR-Standardkollatierung UTF8BIN. Weitere Hinweise finden Sie unter Kollatierungen wählen.

Optional können Sie Optionen für Kollatierungsanpassungen (Kollatierungsanpassung-Zeichenfolge) für eine zusätzliche Steuerung bei Zeichensortierungen und -vergleichen angeben. Diese Optionen werden in der Form von Schlüsselwort=Wert-Paaren, die in Klammern gesetzt werden, hinter dem Kollatierung-Namen angegeben. Zum Beispiel:

dbinit -c -zn UCA(case=LowerFirst) sens.db

Weitere Hinweise finden Sie unter Optionen für Kollatierungsanpassungen.

In der Kollatierungsanpassungen_Zeichenfolge angegebene Einstellungen für Akzente und Groß-/Kleinschreibung heben die entsprechenden Optionen von dbinit ( -c, -a und -af) auf, falls beides angegeben wird.

Hinweis

Datenbanken, die mit Optionen der Kollatierungsanpassung initialisiert wurden, können nicht von einem Datenbankserver einer früheren Version als 10.0.1 gestartet werden.

Bemerkungen

Bei der Initialisierung werden mehrere Datenbankattribute festgelegt. Diese können später nicht geändert werden, es sei denn durch Entladen, Reinitialisieren und Neuaufbau der gesamten Datenbank. Die Datenbankattribute sind die Folgenden:

Zum Beispiel kann die Datenbank test.db mit Seiten zu 8192 Byte wie folgt erstellt werden:

dbinit -p 8192 test.db

Sie können einer Datenbank nicht den Namen utility_db geben. Dieser Name ist für die Dienstprogrammdatenbank reserviert. Weitere Hinweise finden Sie unter Die Dienstprogrammdatenbank verwenden.

Wenn Sie Optionen der Kollatierungsanpassung im Initialisierungsbefehl festlegen, können Sie nicht "Quaternär" bei der Berücksichtigung von Satzzeichen angeben, wenn es bei der Datenbank keine Berücksichtigung der Groß-/Kleinschreibung und von Akzenten gibt.

Zusätzlich wird bei der Initialisierung ausgewählt, ob ein Transaktionslog und ein Transaktionslogspiegel verwendet werden. Diese Auswahl kann später mithilfe des Transaktionslog-Dienstprogramms oder der Anweisung ALTER DATABASE geändert werden.

Erforderliche getrennt lizenzierbare Komponenten

ECC-Verschlüsselungen und FIPS-zertifizierte Verschlüsselungen erfordern eine getrennte Lizenz. Alle Technologien für starke Verschlüsselungen unterliegen Exportbestimmungen.

Weitere Hinweise finden Sie unter Getrennt lizenzierbare Komponenten.

Sie können eine Datenbank auch auf folgende Weisen erstellen:

Hinweis

Für das Deployment von Anwendungen ist der Personal Datenbankserver (dbeng11) zum Erstellen von Datenbanken mithilfe des dbinit-Dienstprogramms erforderlich. Er ist auch erforderlich, wenn Sie Datenbanken von Sybase Central aus auf dem lokalen Computer erstellen und keine anderen Datenbankserver ausgeführt werden.

Beendigungscodes sind 0 (Erfolg) oder eine von 0 verschiedene Zahl (Fehlschlag). Weitere Hinweise finden Sie unter Beendigungscodes der Softwarekomponenten.

Beispiel

Der folgende Befehl erstellt die Datenbank spanish.db, die die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt und die 1262spa-Kollatierung für Nicht-NCHAR-Daten verwendet. Für NCHAR-Daten wird die UCA-Kollatierung, die Sprachumgebung "es" und die Sortierung "LowerFirst" (Kleinbuchstaben zuerst) festgelegt.

dbinit -c -z 1252spa -zn uca(locale=es;case=LowerFirst) spanish.db