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SQL Anywhere 11.0.1 (Deutsch) » SQL Anywhere Server - Programmierung » Deployment für SQL Anywhere durchführen » Deployment von Datenbanken und Anwendungen » Deployment von Clientanwendungen » Deployment von ODBC-Clients

 

Deployment von Verbindungsinformationen

Das Deployment der Verbindungsinformationen für den ODBC-Client wird im Allgemeinen in Form einer ODBC-Datenquelle vorgenommen. Das Deployment einer ODBC-Datenquelle erfolgt auf folgende Weise:

  • Programmgesteuert   Fügen Sie die Beschreibung für eine Datenquelle in die Registrierung des Endbenutzers oder in die ODBC-Initialisierungsdateien ein.

  • Manuell   Stellen Sie Anweisungen für die Endbenutzer bereit, damit sie auf ihrem Computer eine geeignete Datenquelle einrichten können.

    Unter Windows können Sie eine Datenquelle manuell mit dem ODBC-Administrator erstellen, indem Sie das Register Benutzer-DSN oder System-DSN verwenden. Der ODBC-Treiber von SQL Anywhere zeigt das Konfigurationsfenster für die Eingabe der Einstellungen an. Einstellungen für die Datenquelle enthalten den Speicherort der Datenbankdatei, den Namen des Datenbankservers sowie Startparameter und andere Optionen.

    Auf Unix-Plattformen können Sie eine Datenquelle manuell unter Verwendung des SQL Anywhere-Dienstprogramms dbdsn erstellen. Einstellungen für die Datenquelle enthalten den Speicherort der Datenbankdatei, den Namen des Datenbankservers sowie Startparameter und andere Optionen.

In diesem Abschnitt finden Sie die Informationen, die Sie für beide Ansätze benötigen.

Arten von Datenquellen (Windows)

Es gibt drei Arten von Datenquellen: Benutzerdatenquellen, Systemdatenquellen und Dateidatenquellen.

Die Definitionen der Benutzerdatenquellen werden in der Registrierung im Abschnitt für den aktuell im System angemeldeten Benutzer gespeichert. Systemdatenquellen hingegen stehen allen Benutzern und Diensten von Windows zur Verfügung, wobei die Dienste auch aktiv sind, wenn kein Benutzer angemeldet ist. Bei einer richtig konfigurierten Systemdatenquelle "MeineAnwendung" kann jeder Benutzer diese ODBC-Verbindung verwenden, indem er "DSN=MeineAnwendung" in der ODBC-Verbindungszeichenfolge eingibt.

Dateidatenquellen werden nicht in der Registrierung gespeichert, sondern in einem speziellen Verzeichnis. Eine Verbindungszeichenfolge muss einen FileDSN-Verbindungsparameter liefern, um eine Dateidatenquelle benutzen zu können.

Registrierungseinträge für die Datenquelle (Windows)

Jede Benutzerdatenquelle ist im System über Registrierungseinträge angemeldet. Sie können am einfachsten sicherstellen, dass die Registrierungseinträge für Datenquellendefinitionen richtig erstellt werden, indem Sie sie mithilfe des SQL Anywhere-Dienstprogramms dbdsn erstellen.

Andernfalls müssen Sie eine Gruppe von Registrierungswerten in einem bestimmten Registrierungsschlüssel angeben.

Für Benutzerdatenquellen ist der Schlüssel wie folgt:

HKEY_CURRENT_USER\
   SOFTWARE\
      ODBC\
         ODBC.INI\
            Benutzer-Datenquellenname

Für Systemdatenquellen ist der Schlüssel wie folgt:

HKEY_LOCAL_MACHINE\
   SOFTWARE\
      ODBC\
         ODBC.INI\
            System-Datenquellenname

Der Schlüssel enthält eine Gruppe von Registrierungswerten, die jeweils einem Verbindungsparameter entsprechen. Der SQL Anywhere 11 Demo-Schlüssel, der dem Demo-System-DSN von SQL Anywhere 11 entspricht, enthält z.B. die folgenden Einstellungen für 32-Bit-Windows:

Name des Wertes Typ des Wertes Daten des Wertes
Autostop String YES
DatabaseFile String Beispielverzeichnis\demo.db
Description String SQL Anywhere 11-Beispieldatenbank
Driver String Installationsverzeichnis\bin32\dbodbc11.dll
Password String sql
ServerName String demo11
StartLine String Installationsverzeichnis\bin32\dbeng11.exe
UserID String DBA
Hinweis

Es wird empfohlen, dass Sie den ServerName-Parameter in Verbindungszeichenfolgen bei bereitgestellten Anwendungen einbeziehen. Damit wird sichergestellt, dass sich die Anwendung mit dem richtigen Server verbindet, wenn auf einem Computer mehrere SQL Anywhere-Datenbankserver laufen, wodurch Verbindungsfehler durch Zeitablauf verhindert werden können.

In diesen Einträgen steht Installationsverzeichnis für das Installationsverzeichnis von SQL Anywhere. Bei 64-Bit-Windows wird bin32 durch bin64 ersetzt.

Außerdem müssen Sie den Datenquellennamen der Liste von Datenquellen in der Registrierung hinzufügen. Für Benutzerdatenquellen benutzen Sie folgenden Schlüssel:

HKEY_CURRENT_USER\
   SOFTWARE\
      ODBC\
         ODBC.INI\
            ODBC Data Sources

Für Systemdatenquellen benutzen Sie folgenden Schlüssel:

HKEY_LOCAL_MACHINE\
   SOFTWARE\
      ODBC\
         ODBC.INI\
            ODBC Data Sources

Der Wert verknüpft jede Datenquelle mit einem ODBC-Treiber. Der Name des Wertes ist der Datenquellenname, und die Daten des Wertes sind der Name des ODBC-Treibers. Die von SQL Anywhere installierte Systemdatenquelle wird z.B. SQL Anywhere 11 Demo genannt und hat folgenden Wert:

Name des Wertes Typ des Wertes Daten des Wertes
SQL Anywhere 11 Demo String SQL Anywhere 11
Achtung: ODBC-Einstellungen können leicht angezeigt werden

Die Konfiguration von Benutzerdatenquellen kann vertrauliche Datenbankeinstellungen enthalten, wie z.B. Benutzerkennungen und Kennwörter. Diese Einstellungen werden in der Registrierung in reiner Textform gespeichert und können mit den Windows-Registrierungseditoren regedit.exe oder regedt32.exe angezeigt werden. Diese Editoren werden in jedem Windows-System automatisch installiert. Sie können Kennwörter verschlüsseln oder von Benutzern verlangen, sie bei der Aufnahme der Verbindung einzugeben.

Erforderliche und optionale Verbindungsparameter

Sie können den Datenquellennamen in einer ODBC-Verbindungszeichenfolge in folgender Weise definieren:

DSN=UserDataSourceName

Unter Windows werden, wenn ein DSN-Parameter in der Verbindungszeichenfolge geliefert wird, erst die aktuellen Definitionen von Benutzerdatenquellen in der Windows-Registrierung durchsucht, dann die Systemdatenquellen. Dateidatenquellen werden nur durchsucht, wenn "FileDSN" in der Zeichenfolge für die ODBC-Verbindung geliefert wird.

Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen auf Benutzer und Entwickler, wenn eine Datenquelle vorhanden ist und in die Verbindungszeichenfolge der Anwendung als Parameter DSN oder FileDSN einbezogen ist.

Datenquelle ... Eingabe in der Verbindungszeichenfolge ... Eingabe durch den Benutzer ...
Enthält den ODBC-Treibernamen und Speicherort, den Namen der Datenbankdatei, des Datenbankservers, die Startparameter sowie Benutzer-ID und Kennwort Keine zusätzlichen Informationen Keine zusätzlichen Informationen
Enthält den ODBC-Treibernamen und den Speicherort, den Namen der Datenbankdatei bzw. des Datenbankservers und Startparameter Keine zusätzlichen Informationen Benutzer-ID und Kennwort, sofern nicht im DSN angegeben
Enthält nur Namen und Speicherort des ODBC-Treibers Der Name der Datenbankdatei (DBF=) bzw. des Datenbankservers (ENG=). Optional kann er andere Verbindungsparameter enthalten, wie Userid (UID=) und PASSWORD (PWD=). Benutzer-ID und Kennwort, wenn nicht im DSN oder in der Zeichenfolge für die ODBC-Verbindung angegeben
Nicht vorhanden Der Name des zu verwendenden ODBC-Treibers (Driver=) und der Datenbankname (DBN=), die Datenbankdatei (DBF=) bzw. der Datenbankserver (ENG=). Optional kann er andere Verbindungsparameter enthalten, wie Userid (UID=) und PASSWORD (PWD=). Benutzerkennung und Kennwort, wenn nicht in der Zeichenfolge für die ODBC-Verbindung bereitgestellt

Weitere Hinweise zu ODBC-Verbindungen und Konfigurationen finden Sie unter: