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SQL Anywhere 11.0.1 (Deutsch) » SQL Anywhere 11 - Einführung » Überblick über SQL Anywhere 11 » Überblick über Datenaustauschtechnologien » Vergleich von Synchronisationstechnologien » Weitergabemethoden

 

Eine Synchronisationstechnologie auswählen

Jede SQL Anywhere-Synchronisationstechnologie bietet sich für einen bestimmten Anwendungtyp an. Die folgende Beschreibung vergleicht die verschiedenen Technologien, um Sie bei der Auswahl der für Sie geeignetsten zu unterstützen.

Finden Sie heraus, welche der folgenden Überlegungen für Ihre Anwendung wichtig sind.

Ihr konsolidiertes Datenbanksystem

In einer typischen Synchronisationsumgebung dient eine große Datenbank als zentrale Sammelstelle für die Daten. Manchmal sind Sie in der Lage, ein Datenbanksystem auszuwählen, das Ihren Anforderungen entspricht. Dann wieder gibt es bereits eine zentrale Datenbank und Sie müssen das Synchronisationssystem an sie anpassen.

MobiLink kann mit vielen verbreiteten Datenbankservern arbeiten, wie zum Beispiel SQL Anywhere, Sybase Adaptive Server Enterprise, Oracle, Microsoft SQL Server und IBM DB2. Mit MobiLink-Server-APIs für .NET und Java können Sie eine Synchronisation mit jeder Datenquelle einrichten, darunter Anwendungsserver, Webserver, Textdateien und andere Datenbankprodukte.

In einem SQL Remote-System muss die zentrale Datenbank SQL Anywhere sein.

Ihr entferntes Datenbanksystem

SQL Anywhere-Synchronisationstechnologien unterscheiden sich auch in den Typen der entfernten Datenbanken, die sie unterstützen.

MobiLink unterstützt SQL Anywhere und UltraLite als entfernte Datenbanken.

SQL Remote unterstützt entfernte SQL Anywhere-Datenbanken.

Netzwerkmerkmale

MobiLink und SQL Remote sind beide für gelegentlich verbundene Umgebungen geeignet, bei denen entfernte Standorte für Stunden oder Tage isoliert arbeiten und synchronisieren, sobald eine Netzwerkverbindung verfügbar ist.

MobiLink ist sitzungsbasiert. Eine Realzeit-Verbindung ist während der Synchronisation erforderlich. Wenn diese Verbindung unterbrochen wird, bevor die Synchronisation abgeschlossen ist, wird der Prozess erst bei der nächsten Synchronisation zu Ende geführt. Im Gegensatz dazu übermittelt SQL Remote die Daten anhand von Nachrichten, die asynchron gesendet oder empfangen werden können. Diese Nachrichten nehmen die Form von Dateien auf einer Festplatte oder von E-Mailnachrichten an. Sie können abgearbeitet werden, wann immer sie eintreffen, wodurch die Synchronisation inkrementell durchgeführt werden kann.

Häufigkeit der Synchronisation

In manchen Situationen ist es unumgänglich, dass Ihre Daten sofort repliziert werden. In anderen Fällen wiederum genügt es, wenn die Synchronisation ein- bis zweimal pro Tag stattfindet. Eine häufigere Synchronisation ist möglicherweise undurchführbar, weil keine Netzwerkverbindung zur Verfügung steht.

MobiLink und SQL Remote sind vor allem für Systeme vorgesehen, in denen die Synchronisation nur gelegentlich erfolgt, etwa ein paarmal pro Tag, sie können aber auch für häufige Synchronisationen in Abständen von bis zu wenigen Sekunden verwendet werden.

Die Anzahl der entfernten Standorte

MobiLink und SQL Remote funktionieren auch mit zahlreichen entfernten Benutzern. Die Skalierbarkeit von MobiLink wird nur durch die Skalierbarkeit des konsolidierten Datenbank-Managementsystems eingeschränkt. Das nachrichtenbasierte System von SQL Remote ermöglicht es Ihnen, eine typische Installation mit Tausenden von entfernten Benutzern zu betreiben.

Es gibt bei keinem dieser Systeme eine festgelegte Obergrenze für die Anzahl entfernter Datenbanken. Die tatsächliche Anzahl hängt von der Menge der zu replizierenden Daten, der Synchronisationsfrequenz und dem Design Ihrer Anwendung ab.

Reihenfolge der Transaktionen

Bei MobiLink werden die Ergebnisse von mehreren Transaktionen in der entfernten Datenbank standardmäßig in einer Gruppe von Änderungen zusammengefasst, die dann in der konsolidierten Datenbank übernommen werden. Sie können aber auch die Option wählen, die Reihenfolge der Transaktionen beizubehalten und in einem separaten Upload zu synchronisieren. Da die Synchronisation in beiden Fällen an einer Transaktionsgrenze stattfindet, wird die referenzielle Integrität gewahrt. Nicht festgeschriebene Daten werden nie synchronisiert, daher bleibt die Datenintegrität gewährleistet.

SQL Remote repliziert Daten, indem das Transaktionslog durchsucht wird und entsprechende Nachrichten für jede Transaktion vorbereitet werden. Diese Nachrichten werden sortiert und an den entfernten oder konsolidierten Rechner gesendet. Beim Verarbeiten eingehender Nachrichten geht SQL Remote immer in der gleichen Reihenfolge vor, in der diese auf die anderen Datenbanken übernommen wurden. Falls notwendig, wird die Verarbeitung einer Nachricht automatisch solange verzögert, bis alle früheren Nachrichten übernommen wurden.

Datenkonsistenz zu einem bestimmten Zeitpunkt

Unmittelbar nach jeder MobiLink -Synchronisationssitzung sind die Daten in den beiden Datenbanken konsistent. Die Möglichkeit, die Konsistenz der Daten an einem entfernten Standort zu einem bestimmten Zeitpunkt sicherzustellen, ist ein Vorteil der sitzungsbasierten Synchronisation mit MobiLink. Wenn es zum Beispiel wichtig ist, dass die Daten an einem entfernten Standort mit den Daten in der konsolidierten Datenbank zu einem bestimmten Zeitpunkt übereinstimmen (z.B. um Punkt 10:00 Uhr), kann das erreicht werden, indem die Synchronisation unmittelbar vor dieser Uhrzeit durchgeführt wird. Solange die Synchronisation erfolgreich abschließt, ist die Gleichwertigkeit der Daten am entfernten Standort sichergestellt.

Wenn die Änderungen an Daten durch einen Austausch von Nachrichten repliziert werden, ist es schwierig sicherzustellen, dass die Daten an einem entfernten Standort mit den Daten in dem konsolidierten Rechner zu einem bestimmten Zeitpunkt vollständig konsistent sind. So gehen zum Beispiel manchmal Nachrichten während der Übertragung verloren. SQL Remote erkennt automatisch diesen Fehler und sendet die Nachricht erneut, aber solche Unterbrechungen können zu unerwarteten Verzögerungen führen.