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SQL Anywhere 11.0.1 (Deutsch) » SQL Anywhere 11 - Einführung » Überblick über SQL Anywhere 11 » Überblick über Datenverwaltungstechnologien » Das Konzept der relationalen Datenbank

 

Andere Datenbankobjekte

Eine relationale Datenbank besteht nicht nur einfach aus einer Gruppe von miteinander in Beziehung stehenden Tabellen. In einer relationalen Datenbank finden Sie auch die folgenden Objekte:

  • Indizes   Indizes ermöglichen ein schnelles Auffinden von Informationen. Der Index einer Datenbank ist eigentlich nichts anderes als der Index in einem Buch. In einem Buch verweisen die Indexeinträge auf die Seiten, auf denen die entsprechenden Stichwörter vorkommen. In einer Datenbank stellen die Indexeinträge eine Verbindung der einzelnen indizierten Spaltenwerte zu dem jeweiligen physischen Standort her, an dem sich die Datenzeile befindet, die den indizierten Wert enthält.

    Indizes sind ein wichtiges Designelement für eine optimale Performance. Normalerweise müssen Sie Indizes explizit erstellen. Indizes für Primärschlüssel, Fremdschlüssel und Eindeutigkeits-Integritätsregeln werden jedoch automatisch erstellt. Einmal erstellte Indizes funktionieren automatisch und ohne dass der Benutzer dies merkt. Weitere Hinweise finden Sie unter Indizes.

  • Textindizes   In Textindizes werden für jede Instanz jedes Begriffs in jeder indizierten Spalte vollständige Positionsinformationen gespeichert. Wenn Sie eine Volltextsuche durchführen, wird ein Textindex verwendet, um übereinstimmende Zeilen zu finden. Aus diesem Grund können Abfragen, die Textindizes verwenden, schneller sein als solche, die alle Werte in der Tabelle durchsuchen müssen. Weitere Hinweise finden Sie unter Textindizes und Volltextsuche.

  • Login-Richtlinien   Login-Richtlinien bestehen aus einer Reihe von Regeln, die angewendet werden, wenn Sie eine Datenbankverbindung für einen Benutzer erstellen. Weitere Hinweise finden Sie unter Überblick über die Verwaltung von Login-Richtlinien.

  • Ansichten   Ansichten sind temporäre Tabellen. Sie sind in den Clientanwendungen wie Tabellen angelegt, enthalten aber selbst keine Daten. Sie füllen sich vielmehr mit Daten aus den Tabellen, die ihnen zugrunde liegen, wenn ein Datenabruf erfolgt.

    Die Tabellen, in denen die Daten wirklich gespeichert sind, werden manchmal auch Basistabellen genannt, um sie von den Ansichten zu unterscheiden. Dabei wird eine Ansicht durch eine SQL-Abfrage einer Basistabelle oder anderer Ansichten definiert.

    Weitere Hinweise finden Sie unter Mit Ansichten arbeiten.

  • Materialisierte Ansichten   SQL Anywhere unterstützt auch materialisierte Ansichten. Eine materialisierte Ansicht ist eine Ansicht, deren Ergebnismenge berechnet und auf der Festplatte gespeichert wurde, ähnlich wie bei einer Basistabelle. Vom Konzept her ist eine materialisierte Ansicht sowohl eine Ansicht (sie verfügt über eine Abfragespezifikation) als auch eine Tabelle (sie verfügt über beständige materialisierte Zeilen). Sie können daher viele Vorgänge, die für Tabellen gedacht sind, auch für materialisierte Ansichten durchführen. Z.B. können Sie Indizes für materialisierte Ansichten erstellen und wieder von diesen entfernen.

    Materialisierte Ansichten sind ideal für Umgebungen geeignet, in denen die Datenbank groß ist, häufige Abfragen in wiederholten Aggregationen und Join-Operationen von großen Datenmengen führen und es weniger wichtig ist, dass immer auf sekundengenau aktualisierte Daten zugegriffen wird. Weitere Hinweise finden Sie unter Mit materialisierten Ansichten arbeiten.

  • Gespeicherte Prozeduren und Trigger   Dabei handelt es sich um Routinen, die in der Datenbank gespeichert sind und die Daten in dieser Datenbank ändern.

    Sie können eigene gespeicherte Prozeduren erstellen und benennen, um bestimmte Datenbankabfragen und andere Aufgaben der Datenbankverarbeitung auszuführen. Gespeicherte Prozeduren können Parameter akzeptieren und geben Ergebnismengen zurück. Beispiel: Sie können eine gespeicherte Prozedur erstellen, die die Namen aller Kunden zurückgibt, deren Ausgaben höher sind als der Parameter, der für den Aufruf der gespeicherten Prozedur festgelegt wurde.

    Ein Trigger ist eine besondere gespeicherte Prozedur, die je nach der Triggerdefinition automatisch auslöst, wenn ein Benutzer Daten aktualisiert, löscht oder einfügt. Ein Trigger wird mit einer Tabelle oder mit Spalten in einer Tabelle verknüpft. Trigger sind nützlich, wenn bestimmte Geschäftsregeln in einer Datenbank aufrechterhalten werden sollen.

    Sie können in einer Datenbank auch Java-Klassen installieren. Mit Java-Klassen können Sie wirksam Logikelemente in Ihre Datenbank integrieren. Weitere Hinweise finden Sie unter Eine Java-Klasse für die Verwendung mit SQL Anywhere erstellen.

    Weitere Hinweise finden Sie unter Prozeduren, Trigger und Batches verwenden.

  • Benutzer und Gruppen   Jeder Benutzer einer Datenbank hat eine Benutzer-ID und ein Kennwort. Sie können Berechtigungen für jeden Benutzer vergeben, sodass vertrauliche Informationen geschützt werden und die Benutzer keine Änderungen vornehmen können, für die sie keine Berechtigung haben. Außerdem können Benutzer in Gruppen zusammengefasst werden, um so die Verwaltung der Berechtigungen zu erleichtern.

    Weitere Hinweise finden Sie unter Benutzer-IDs und Berechtigungen verwalten.

Zusätzlich zu diesen gemeinsamen Datenbankobjekten enthält SQL Anywhere auch erweiterte Funktionen: