Click here to view and discuss this page in DocCommentXchange. In the future, you will be sent there automatically.

SQL Anywhere 12.0.1 (Deutsch) » SQL Anywhere Server - Datenbankadministration » Datenbankwartung » SQL Anywhere-Hochverfügbarkeitsoption

 

Datenbankspiegelung

Hinweis

Datenbankspiegelung erfordert eine getrennte Lizenz. Siehe Getrennt lizenzierbare Komponenten.

Die Datenbankspiegelung ist eine Konfiguration aus zwei oder drei auf getrennten Computern laufenden Datenbankservern, die zusammenarbeiten, um Kopien der Datenbank- und Transaktionslogdateien zu führen.

Der Primärserver und der Spiegelserver führen jeweils eine Kopie der Datenbankdateien und der Transaktionslogdateien, während der dritte Server, Arbiterserver genannt, ggf. verwendet wird, um zu bestimmen, welcher der beiden anderen Server Eigentümer der Datenbank wird. Der Arbiterserver führt keine Kopie der Datenbank. Die Konfiguration der drei Datenbankserver (Primär-, Spiegel- und Arbiterserver) wird Spiegelungssystem genannt, und der Primär- und der Spiegelserver werden gemeinsam Partnerserver genannt.

Ein Datenbankspiegelungssystem mit Primär-, Arbiter- und Spiegelserver.

Clients verbinden sich mit dem Primärserver, um auf die Datenbank zuzugreifen. Alle in der Datenbank gemachten Änderungen werden im Transaktionslog auf dem Primärserver aufgezeichnet. Wenn die Änderungen festgeschrieben werden, sendet der Primärserver die Transaktionslogseiten an den Spiegelserver, wo sie an einer Kopie (Spiegel) der Datenbank angewendet werden. Auf die Kopie der Datenbank auf dem Spiegelserver kann nur im schreibgeschützten Modus zugegriffen werden, während dieser Datenbankserver als Spiegelserver verwendet wird. Siehe Schreibgeschützten Zugriff auf eine Datenbank konfigurieren, die auf dem Spiegelserver läuft.

Wenn der Primärserver aufgrund eines Hardware- oder Softwarefehlers ausfällt, verhandelt der Spiegelserver mit dem Arbiterserver, um Eigentümer der Datenbank zu werden und die Rolle des Primärservers zu übernehmen. Damit die Übertragung der Eigentümerschaft oder ein Rollenwechsel stattfinden kann, müssen der weiterhin betriebsbereite Partnerserver und der Arbiterserver darin übereinstimmen, dass der Spiegelserver zu dem Zeitpunkt, an dem der Rollenwechsel versucht wird, in einem aktuellen, synchronisierten Status war. Die Verbindungen der Clients zum ursprünglichen Primärserver werden getrennt, wobei alle nicht festgeschriebenen Transaktionen verloren gehen. Clients müssen sich daher erneut mit der Datenbank auf dem neuen Primärserver verbinden, um weiterhin auf die Datenbank zugreifen zu können. Wenn der ursprüngliche Primärserver wieder verfügbar wird, nimmt er die Rolle des Spiegelservers an.

Die Datenbankserver zeigen beim Start Statusmeldungen im Meldungsfenster des Datenbankservers an, die angeben, welche Rolle der Server annimmt und wie weit er im Startprozess vorangekommen ist. Eine Meldung wird angezeigt, wenn die Datenbank neu gestartet werden muss, weil ein oder mehrere Server im Spiegelungssystem ausfallen oder weil ein Server die Rolle von Spiegel- auf Primärserver wechselt.

Wenn ein Assertierungsfehler bei einem Server auftritt, der Teil eines Spiegelungssystems ist, gibt der Server einen Fehler in die Meldungslogdatei des Datenbankservers aus und beendet anschließend. Dies benachrichtigt die anderen Server von seinem Ausfall, damit sie die entsprechende Aktion durchführen können.

Bei der Datenbankspiegelung gibt es keine besonderen Hardware- oder Software-Anforderungen, und die Datenbankserver können an örtlich verschiedenen Standorten ausgeführt werden. Datenbankserver, die an einem Datenbankspiegelungssystem teilnehmen, können gespiegelte wie auch ungespiegelte Datenbanken ausführen. Überdies kann der Arbiterserver der Arbiter bei mehreren Datenbankspiegelungssystemen sein.

Wenn eine Datenbank in einer Hochverfügbarkeitsumgebung auf ein Problem stößt, z.B. auf ein inkompatibles oder nicht übereinstimmendes Transaktionslog, wird sie gestoppt. Der Datenbankserver, auf dem die von dem Problem betroffene Datenbank läuft, wird ebenfalls heruntergefahren, es sei denn, auf ihm werden weitere Datenbanken ausgeführt.

Details über den Status der einzelnen Datenbanken im Datenbankspiegelungssystem werden in einer Statusinformationsdatei gespeichert. Siehe Statusinformationsdateien.

Hinweis

Die Datenbankspiegelung ist kein Ersatz für einen Sicherungs- und Wiederherstellungsplan. Sie sollten immer eine Sicherungs- und Wiederherstellungsstrategie bei Ihrer Datenbank implementieren. Siehe Datenbankspiegelung und Sicherungen und Sicherung und Datenwiederherstellung.

Informationen zum Upgrade von SQL Anywhere und zum Neuaufbau einer Datenbank, die zu einem Datenbankspiegelungssystem gehört, finden Sie unter Upgrade von SQL Anywhere-Software und -Datenbanken in einem Datenbank.

 Quorum
 Einschränkungen
 Überlegungen zur Entwicklung von Anwendungen
 Upgrade von SQL Anywhere
 Siehe auch

Vorteile der Datenbankspiegelung
Arbiterserver
Datenbankspiegelungsmodi