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SQL Anywhere 12.0.1 (Deutsch) » SQL Anywhere Server - Programmierung » Deployment von Datenbanken und Anwendungen » Installationsverzeichnisse und Dateinamen

 

Linux-, Unix- und Mac OS X-Deploymentmethoden

Das Deployment von Anwendungen unter Unix unterscheidet sich von der unter Windows üblichen in folgender Weise:

  • Verzeichnisstruktur   Bei Linux-, Unix- und Mac OS X-Installationen lautet die Verzeichnisstruktur standardmäßig wie folgt:

    Verzeichnis Inhalt
    /opt/sqlanywhere12/bin32 und /opt/sqlanywhere12/bin64 Programmdateien, Lizenzdateien
    /opt/sqlanywhere12/lib32 und /opt/sqlanywhere12/lib64 Shared Objects und Bibliotheken
    /opt/sqlanywhere12/res Textdateien

    Unter AIX lautet das Stammverzeichnis standardmäßig /usr/lpp/sqlanywhere12 und nicht /opt/sqlanywhere12.

    Unter Mac OS X lautet das Stammverzeichnis standardmäßig /Anwendungen/SQLAnywhere12/System und nicht /opt/sqlanywhere12.

    Je nach der Komplexität Ihres Deployments können Sie alle für Ihre Anwendung benötigten Dateien in einem einzigen Verzeichnis zusammenfassen. Es handelt sich hierbei um eine einfachere Deployment-Option, vor allem, wenn für Ihr Deployment nur eine geringe Anzahl von Dateien erforderlich ist. Dieses Verzeichnis kann dasselbe Verzeichnis sein, das Sie auch für Ihre eigene Anwendung verwenden.

  • Dateisuffixe   In den Tabellen dieses Abschnitts werden die Shared Objects mit dem Suffix .so oder .so.1 aufgelistet. Die Versionsnummer 1 kann bei späteren Versionen höher sein. Zur Vereinfachung der Darstellung wird die Versionsnummer häufig nicht angegeben.

    Unter AIX umfasst das Suffix keine Versionsnummer, sodass es einfach .so lautet.

  • Symbolische Verknüpfungen   Jedes Shared Object ist als symbolische Verknüpfung (symlink) zu einer Datei gleichen Namens mit dem zusätzlichen Suffix .1 (eins) installiert. Beispiel: Die Datei libdblib12.so ist eine Symbolverknüpfung zur Datei libdblib12.so.1 im selben Verzeichnis.

    Das Versionssuffix .1 kann bei späteren Versionen höher sein und die Symbolverknüpfung muss entsprechend umgeleitet werden.

    Unter Mac OS X sollten Sie eine symbolische jnilib-Verknüpfung für jede dylib erstellen, die Sie direkt von Ihrer Java-Clientanwendung laden wollen.

  • Anwendugen mit und ohne Threading   Die meisten Shared Objects werden in zwei Formen geliefert, von denen eine mit den zusätzlichen Zeichen _r vor dem Dateisuffix versehen ist. Beispiel: Zusätzlich zu libdblib12.so.1 gibt es eine Datei mit der Bezeichnung libdblib12_r.so.1. In diesem Fall müssen Anwendungen mit Threading mit dem Shared Object verknüpft werden, dessen Name das Suffix _r besitzt, während Anwendungen ohne Threading mit dem Shared Object verknüpft werden müssen, dessen Name kein Suffix _r hat. Gelegentlich wird eine dritte Form eines Shared Objects mit _n vor dem Dateisuffix verwendet. Dies ist eine Version eines Shared Objects, die mit Anwendungen ohne Threading verwendet wird.

  • Zeichensatzkonvertierung   Wenn Sie die Zeichensatzkonvertierung für Datenbankserver verwenden wollen, müssen Sie die folgenden Dateien einbeziehen:

    • libdbicu12.so.1
    • libdbicu12_r.so.1
    • libdbicudt12.so.1
    • sqlany.cvf

  • Umgebungsvariablen   Unter Linux/Unix und Mac OS müssen Umgebungsvariablen für das System so eingerichtet werden, dass SQL Anywhere-Anwendungen und -Bibliotheken gefunden werden. Es wird empfohlen, dass Sie die für Ihre Shell geeignete Datei, d.h. also sa_config.sh oder sa_config.csh (in den Verzeichnissen /opt/sqlanywhere12/bin32 und /opt/sqlanywhere12/bin64), als Vorlage zum Einstellen der erforderlichen Umgebungsvariablen verwenden. Die Umgebungsvariablen, die von diesen Dateien eingerichtet werden, sind z.B. PATH, LD_LIBRARY_PATH und SQLANY12.

Eine Beschreibung der Art und Weise, wie SQL Anywhere Dateien findet, finden Sie unter Wie SQL Anywhere die Dateien findet.