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SQL Anywhere 12.0.1 (Deutsch) » SQL Anywhere 12 - Änderungen und Upgrades » Neue Funktionen in Version 10.0.0 » SQL Anywhere » Verhaltensänderungen

 

Verschiedenes

  • Adaptive Server Anywhere umbenannt   In Version 10.0.0 wurde Adaptive Server Anywhere in SQL Anywhere umbenannt.

  • Upgrade-Änderungen   Der Assistent zum Upgrade einer Datenbank, das Dienstprogramm Upgrade (dbupgrad) und die Anweisung ALTER DATABASE UPGRADE können nicht verwendet werden, um Datenbanken der Version 9.0.2 und früher auf die Version 10 umzustellen. Um ältere Datenbanken auf Version 10 umzustellen, müssen Sie die Datenbank neu aufbauen, indem Sie sie entladen und neu laden. Siehe SQL Anywhere-Server-Ugrades.

  • Kennwortänderungen   In neu erstellten Datenbanken berücksichtigen alle Kennwörter die Groß- und Kleinschreibung, unabhängig davon, ob die Datenbank die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt. Das DBA-Standardkennwort neuer Datenbanken lautet sql.

    Wenn Sie eine vorhandene Datenbank neu aufbauen, wird die Berücksichtigung der Groß- und Kleinschreibung wie folgt ermittelt:

    • Wenn das Kennwort ursprünglich in eine Datenbank eingegeben wurde, in der die Groß- und Kleinschreibung nicht berücksichtigt wurde, wird bei dem Kennwort weiterhin die Groß- und Kleinschreibung nicht berücksichtigt.

    • Wenn das Kennwort ursprünglich in eine Datenbank eingegeben wurde, in der die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt wurde, wird die Schreibweise bei Kennwörtern in Großschreibung und in einer Mischung aus Groß- und Kleinschreibung weiterhin berücksichtigt. Wenn das Kennwort jedoch in Kleinschreibung eingegeben wurde, wird die Groß- und Kleinschreibung nicht berücksichtigt.

    • Bei Änderungen vorhandener Kennwörter sowie bei neuen Kennwörtern wird die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt.

    Der Datenbankserver verwendet nun SHA256, um die Hash-Methode auf Kennwörter anzuwenden. Die alten (systemeigenen) Hash-Algorithmen werden für Kennwörter, die aus alten Datenbanken neu geladen wurden, weiterhin unterstützt. Alle neuen Kennwörter verwenden jedoch SHA256.

    Kennwörter werden nun in UTF-8 gespeichert, sodass sie auch dann funktionieren, wenn die Datenbank in eine Datenbank mit einem anderen Zeichensatz geladen wird.

    In früheren Versionen war es möglich, sich von Embedded SQL aus mit der DBA-Berechtigung mit einer Datenbank zu verbinden, und dann eine zweite Verbindung mit derselben Datenbank für einen beliebigen anderen Benutzer herzustellen, ohne das Kennwort anzugeben. Nun muss das Kennwort für jede Verbindung angegeben werden.

  • Änderungen beim Auffüllen mit Leerzeichen   In früheren Versionen von SQL Anywhere wurde bei Zeichenfolgenvergleichen in Datenbanken mit Leerzeichenauffüllung davon ausgegangen, dass die beiden Zeichenfolgen mit einer unendlichen Anzahl von Leerzeichen aufgefüllt waren. In Version 10 wurde diese Semantik geändert, sodass bei Vergleichen nun nachgestellte Leerzeichen in den Zeichenfolgen ignoriert werden.

    Bei Vergeichen auf Gleichheit (equal, =) und Nicht-Gleichheit (not equal, <>) gibt es keine Änderung der Semantik. Die beiden Methoden (Leerzeichenauffüllung oder Ignorieren nachgestellter Leerzeichen) erzielen dieselben Ergebnisse. Bei Vergleichen auf Ungleichheit gibt es dagegen Unterschiede. Sie haben z.B. den zwei Byte umfassenden Zeichenfolgenwert "a*", wobei "*" ein Zeichen in der Datenbankkollatierung repräsentiert, das kleiner als der Wert eines Leerzeichens ist. In früheren Versionen von SQL Anywhere gibt das Vergleichsprädikat 'a*' < 'a' den Wert TRUE zurück. In Version 10 gibt das Prädikat FALSE zurück, da die kürzere Zeichenfolge vor dem Vergleich nicht mit Leerzeichen aufgefüllt wird.

    Weitere Hinweise zum Auffüllen mit Leerzeichen finden Sie unter Dienstprogramm Initialisierung (dbinit) und CREATE DATABASE-Anweisung.

  • Schreibweise der Rückgabewerte für Eigenschaften   Servereigenschaften (zurückgegeben von der PROPERTY-Funktion), die in früheren Versionen YES oder NO zurückgaben, geben nun Yes oder No zurück. Datenbankeigenschaften (zurückgegeben von der DB_PROPERTY-Funktion) und Verbindungseigenschaften (zurückgegeben von der CONNECTION_PROPERTY-Funktion), die in früheren Versionen ON oder OFF zurückgaben, geben nun On oder Off zurück. Diese Änderung kann in Datenbanken, die die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigen, oder in Anwendungen, die bei Zeichenfolgenvergleichen die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigen, Auswirkungen haben.

  • Änderungen der Rückgabewerte von Servereigenschaften   In früheren Versionen gaben die Servereigenschaften ConnsDisabled und RememberLastStatement die Werte ON und OFF zurück. Nun geben sie die Werte Yes und No zurück. Siehe Zugreifen auf Werte von Datenbankservereigenschaften.

  • Standardspeicherort der Datei sasrv.ini wurde geändert   Der Standardspeicherort von sasrv.ini ist nun %ALLUSERSPROFILE%\Application Data\SQL Anywhere 10 unter Windows und $HOME/.sqlanywhere10 unter Unix. In früheren Versionen hieß die Unix-Datei .sasrv.ini. Auf allen Plattformen hat die Datei nun den Namen sasrv.ini.

  • Verbindungen zu Datenbankservern mit langen Namen   Unter Windows und Unix können Clients der Version 9.0.2 und früher keine Verbindung mit Datenbankservern der Version 10.0.0 und höher herstellen, deren Namen länger als 40 Byte sind.

  • Zeichensatzkonvertierung auf dem Datenbankserver ist immer aktiviert   Die Datenbankserveroption -ct zum Aktivieren und Deaktivieren der Zeichensatzkonvertierung wird nicht mehr unterstützt. Die Zeichensatzkonvertierung für den Datenbankserver ist immer aktiviert. Wenn der Datenbankserver jedoch feststellt, dass die Konvertierung nicht erforderlich ist, wird sie nicht verwendet. Sie können die Zeichensatzkonvertierung auf dem Client deaktivieren, indem Sie CharSet=none angeben. Siehe Verbindungsparameter CharSet (CS).

  • Zeichensatzkonvertierung unter Windows CE nicht unterstützt   Die Zeichensatzkonvertierung wird unter Windows CE nicht unterstützt. In früheren Versionen war die Zeichensatzkonvertierung auf dem Datenbankserver für Windows CE deaktiviert und es konnte ein beliebiger Zeichensatz für die Datenbank verwendet werden. Nun müssen Sie Datenbanken für Windows CE mit dem Zeichensatz des Betriebssystems oder mit UTF-8 erstellen. Siehe Überlegungen zur Installation: ICU unter Windows Mobile verwenden.

  • Änderungen von Systemprozeduren und Funktionen   In der folgenden Liste sind die Änderungen der Systemprozeduren und Funktionen aufgeführt:

    • Mehrere Systemprozeduren sind nun interne Systemprozeduren   Die externen Systemprozeduren xp_read_file, xp_write_file, xp_sprintf, xp_scanf und xp_cmdshell sind nun interne Systemprozeduren.

    • sa_validate-Systemprozedur   Die Systemprozedur sa_validate erfordert nun die VALIDATE-Berechtigung. Siehe sa_validate-Systemprozedur.

    • sa_reset_identity-Systemprozedur   Der Parameter Tabellenname ist nun erforderlich. Außerdem muss dieser Parameter eine Tabelle in der Datenbank eindeutig kennzeichen, wenn der Parameter Eigentümername nicht angegeben wird. Siehe sa_reset_identity-Systemprozedur.

    • sa_locks-Systemprozedur   Die Ausgabe der Systemprozedur sa_locks wurde geändert und gibt nun zusätzliche Informationen zurück, wie etwa die Verbindungs-ID, die Benutzer-ID, den Tabellennamen, die Sperrenklasse und die Sperrendauer. Siehe sa_locks-Systemprozedur.

    • RAND-Funktion   Früher wurde jede Verbindung mit demselben Wert initialisiert, sodass die RAND-Funktion für jede Verbindung identische Sequenzen zurückgab. Nun wird jede Verbindung individuell initialisiert, sodass jede Verbindung eine unterschiedliche Zufallssequenz erhält. Siehe RAND-Funktion [Nummerisch].

    • Callback-Funktionen DB_CALLBACK_START und DB_CALLBACK_FINISH   Die Callback-Funktionen DB_CALLBACK_START und DB_CALLBACK_FINISH werden nun auf allen Plattformen unterstützt (früher wurden sie nur auf Windows-Plattformen unterstützt). Siehe db_register_a_callback-Funktion.

  • DATE-Datentyp   Der DATE-Datentyp speichert keine Stunden oder Minuten mehr.

  • Keine gestreuten Lesevorgänge mehr für Dateien, die mit einem UNC-Namen angegeben werden   Es werden keine gestreuten Lesevorgänge mehr für Dateien auf entfernten Computern verwendet oder für Dateien, die mit einem UNC-Namen angegeben werden, wie etwa \\meinComputer\meinVerz\meineDB.db. Siehe Angemessene Seitengröße verwenden.

  • Spaltenreihenfolge in Primärschlüssel- und Fremdschlüssel-Integritätsregeln   Sie können bei der Erstellung einer Primärschlüssel-Integritätsregel eine beliebige Reihenfolge der Spalten festlegen, unabhängig von der Reihenfolge, in der die Spalten in der Tabelle enthalten sind. Außerdem können Sie nun Fremdschlüssel erstellen, deren Spaltenreihenfolge sich von der des Primärschlüssels, auf den sie sich beziehen, unterscheiden, sofern Sie die Zuordnung zwischen den Fremdschlüsselspalten und den Primärschlüsselspalten festlegen. Siehe der PRIMARY KEY-Klausel in CREATE TABLE-Anweisung.

  • Doppelte Spaltennamen in Indizes nicht mehr erlaubt   Früher waren doppelte Referenzen zu Spalten in einem Index erlaubt, ausgenommen in Spezifikationen von Primärschlüsseln, Fremdschlüsseln und Eindeutigkeits-Integritätsregeln. Nun ist das Verhalten für alle Typen von Indizes konsistent und die Angabe von doppelten Spaltennamen gibt einen Fehler zurück. Wenn eine ältere Datenbank einen Index mit doppelten Spaltenreferenzen enthält, löscht das Dienstprogramm dbunload die doppelten Spalten aus dem Index, wenn reload.sql generiert wird. Siehe CREATE TABLE-Anweisung.

  • Encryption-Datenbankeigenschaft   Die Ausführung von SELECT DB_PROPERTY( 'Encryption' ) gibt nun möglicherweise einen anderen Wert als "None" zurück, auch wenn die Datenbank nicht verschlüsselt ist. Dies ist der Fall, wenn für die Datenbank die Tabellenverschlüsselung aktiviert ist. Wenn Sie eine Anwendung haben, die diese Anweisung als Methode zur Prüfung der Verschlüsselung der Datenbank ausführt, verwenden Sie stattdessen SELECT DB_PROPERTY( 'EncryptionScope' ). Siehe Zugreifen auf Werte von Datenbankeigenschaften.

  • Änderung der Syntax zum Start von HTTPS mit FIPS   In früheren Versionen gaben Sie Folgendes an: -xs HTTPS_FIPS(...). Nun müssen Sie Folgendes angeben: -xs HTTPS(FIPS=yes;...). Die frühere Syntax wird noch unterstützt, doch sie wird nicht mehr empfohlen. Siehe -xs - dbeng12/dbsrv12-Serveroption.

  • Maximale Länge der Benutzer-ID beträgt 128 Byte   Wenn in früheren Versionen eine Anweisung eine Benutzer-ID erforderte, kürzte der Datenbankserver die Benutzer-IDs, die länger als 128 Byte waren, bevor er sie verwendete. Wenn die Option string_rtruncation angegeben wurde, wurde ein Kürzungsfehler zurückgegeben. Der Datenbankserver gibt nun einen Fehler zurück, wenn Sie eine Benutzer-ID angeben, die länger als 128 Byte ist, und zwar unabhängig von der Einstellung der Option string_rtruncation. Siehe Bezeichner.

  • Maximale Länge für Servernamen   Die maximale Länge von Datenbankservernamen wurde für TCP/IP-Verbindungen und Verbindungen über gemeinsam genutzten Speicher von 40 Byte auf 250 Byte erhöht. Siehe -n - dbeng12/dbsrv12-Serveroption.

  • Änderungen für akzeptierte Zeichen in Bezeichnern   Anführungszeichen und Backslashes sind in Bezeichnern nicht mehr erlaubt. Siehe Bezeichner.

  • LicensesInUse-Servereigenschaft umbenannt   Die Servereigenschaft LicensesInUse wurde in UniqueClientAddresses umbenannt. Siehe Zugreifen auf Werte von Datenbankservereigenschaften.

  • Name des SQL Anywhere OLE DB-Providers wurde geändert   Der SQL Anywhere OLE DB-Provider (früher ASAProv, ASAProv.90, ASAProv.80) heißt nun SAOLEDB. Der Provider in Version 10 kann mit dem Namen SAOLEDB.10 referenziert werden.

  • SQL Anywhere-Beispieldatenbank ODBC DSN wurde geändert   Die ODBC-Datenquelle (früher ASA 9.0 Sample) heißt nun SQL Anywhere 10 Demo.

  • Änderungen von Verbindungszeichenfolgen   Für ODBC- und OLE DB-Verbindungen gilt nun folgende Priorität hinsichtlich des Angabeorts der Verbindungsparameter: Verbindungszeichenfolge, SQLCONNECT-Umgebungsvariable, Datenquelle. Früher hatte in ODBC und OLE DB die Datenquelle Vorrang vor SQLCONNECT. Siehe Syntaxregeln für Verbindungsparameter.

  • Leerer Verbindungsparameter wird nun als nicht angegeben behandelt   Für alle API-Schnittstellen werden Verbindungsparameter mit leeren Werten so behandelt, als wäre der Parameter nicht angegeben worden. In früheren Versionen wurde ein leerer Wert als nicht angegeben oder als leere Zeichenfolge behandelt, abhängig von der Position, an der er angegeben wurde, und von der verwendeten API-Schnittstelle. Siehe Syntaxregeln für Verbindungsparameter.

  • Transaktionslog kann nicht deaktiviert werden, wenn Auditing aktiviert ist   In früheren Versionen der Software konnten Sie die Verwendung des Transaktionslogs für eine Datenbank stoppen, für die das Auditing aktiviert war. Nun müssen Sie ein Transaktionslog verwenden, wenn für eine Datenbank das Auditing aktiviert ist. Wenn Sie die Verwendung des Transaktionslogs stoppen wollen, müssen Sie das Auditing deaktivieren.

  • Datenbanken mit aktiviertem Auditing können nicht im schreibgeschützten Modus gestartet werden   In früheren Versionen der Software konnten Sie Datenbanken im schreibgeschützten Modus starten, auch wenn das Auditing aktiviert war. Nun können Datenbanken mit aktiviertem Auditing nicht mehr im schreibgeschützten Modus gestartet werden.

  • Gesamtstellen von BIGINT-Spalten mit Vorzeichen nun 19 anstelle von 20   Wenn früher eine ODBC-Anwendung eine BIGINT-Spalte mit Vorzeichen mit SQL_BIGINT festlegte, wurde der Gesamtstellenwert 20 zurückgegeben. Das war falsch. Nun wird der Wert 19 zurückgegeben. Sie müssen alle Anwendungen ändern, die den früheren (falschen) Wert verwenden.

  • Java VM-Erweiterungen   SQL Anywhere stellt keine Java-Optionen mehr als getrennt lizenzierbare Komponenten bereit. Java in der Datenbank verwendet nun anstelle einer internen VM eine externe VM zur Ausführung von Java-Code. Aus diesem Grund können Sie nun eine beliebige Java VM verwenden, und Sie sind nicht mehr an bestimmte JDK-Versionen oder Java-Ziele gebunden. In neu initialisierten Datenbanken ist Java immer aktiviert.

    Dies führt zu folgenden Änderungen:

    • Nicht unterstützte Datenbankoptionen   Die folgenden Optionen werden in SQL Anywhere nicht mehr unterstützt:

      • describe_java_format
      • java_heap_size
      • java_namespace_size
      • java_page_buffer_size
      • java_input_output
      • return_java_as_string

    • Nicht mehr unterstützte Eigenschaften   Folgende Eigenschaften werden nicht mehr unterstützt:

      • Datenbankeigenschaften:

        • JDKVersion
        • JavaHeapSize
        • JavaNSSize
      • Datenbankservereigenschaften:

        • IsJavaAvailable
        • JavaGlobFix
      • Verbindungseigenschaften:

        • JavaHeapSize
        • java_input_output

    • Neue JavaVM-Eigenschaft   Die Datenbankeigenschaft JavaVM gibt den Pfad zur Java VM zurück, die der Datenbankserver verwendet, um Java in der Datenbank auszuführen.

    • Nicht mehr unterstützte Spalten der Kompatibilitätsansichten   Die folgenden Spalten sind in den Systemkompatibilitätsansichten nicht mehr verfügbar:

      • SYSINFO.classes_version
      • SYSJAVACLASS.replaced_by
      • SYSJAVACLASS.type_id

    • Nicht mehr empfohlene Java-Optionen für Datenbank-Dienstprogramme   Die folgenden Optionen für Datenbank-Dienstprogramme werden nicht mehr empfohlen:

      • Initialisierungsdienstprogramm (dbinit): -ja, -jdk
      • Entlade-Dienstprogramm (dbunload): -jr
      • Upgrade-Dienstprogramm (dbupgrad): -ja, -jdk, -jr, -j

    • Java-Unterstützung für einige Java-bezogene Klauseln in den Anweisungen CREATE DATABASE und ALTER DATABASE nicht mehr empfohlen   Die CREATE DATABASE-Anweisung unterstützt die Versionsklauseln JAVA ON | OFF und JDK nicht mehr, und die ALTER DATABASE-Anweisung unterstützt die REMOVE JAVA-Klausel nicht mehr.

    • Neue Java-Datei   Zusätzlich zu den genannten Änderungen wurde die folgende Datei hinzugefügt: java\sajvm.jar.

  • Ping-Dienstprogramm (dbping)   Früher meldete das Dienstprogramm Server-Ping (dbping) einen Fehler, wenn der Datenbankserver für einen Eigenschaftswert NULL zurückgab. Nun gibt dbping NULL aus, wenn ein Eigenschaftswert unbekannt ist, und beendet mit einem erfolgreichen Rückgabecode. Sie können die Option -en verwenden, wenn dbping in diesem Fall mit einem fehlerhaften Rückgabecode beenden soll. Siehe Ping-Dienstprogramm (dbping).

  • Umgebungsvariablen umbenannt   Die folgenden Umgebungsvariablen wurden für diese Version umbenannt:

    Früherer Name Neuer Name
    ASTMP SATMP
    ASDIR SADIR
    ASLOGDIR SALOGDIR
    ASLANG SALANG
    ASCHARSET SACHARSET

  • Änderungen der Dateinamen des PHP-Moduls   Die Namenskonvention für die PHP-Moduldateien wurde geändert. In früheren Versionen hatten die Dateien den Namen phpX_sqlanywhereY.dll, wobei X die PHP-Versionsnummer und Y die SQL Anywhere-Versionsnummer war. Die PHP-Moduldateien heißen nun php-a.b.c_sqlanywhereY.dll. Hierbei ist a.b.c die volle Versionsnummer der PHP-Quelle mit der die Datei erstellt wurde, und Y ist die SQL Anywhere-Versionsnummer. Beispiel: php-5.0.2_sqlanywhere10.dll.

  • Werte für den PrefetchBuffer-Verbindungsparameter festlegen   Der Verbindungsparameter PrefetchBuffer interpretiert nun aus Gründen der Abwärtskompatibilität Werte, die kleiner sind als 16384, als kB. Die Verwendung von kB ohne das Suffix k wird nicht mehr empfohlen. Wenn der Wert von PrefetchBuffer angepasst wird, weil er außerhalb des Gültigkeitsbereichs lag oder in kB ohne das Suffix k angegeben wurde, zeigt die Clientlogdatei den tatsächlich verwendeten PrefetchBuffer-Wert an. Siehe Verbindungsparameter PrefetchBuffer (PBUF).

  • Systemdefinierte Domänen können nicht gelöscht werden   Es ist nicht mehr möglich, systemdefinierte Domänen, wie etwa MONEY oder UNIQUEIDENTIFIERSTR, aus einer Datenbank zu löschen. Siehe DROP DOMAIN-Anweisung.

  • Änderungen der Datenbank-Dienstprogramme   Die folgende Liste beschreibt Änderungen der Datenbank-Dienstprogramme:

    • Das Dienstprogramm für Dienste (dbsvc) kann das Login als Dienstberechtigung erteilen   Das Dienstprogramm für Dienste (dbsvc) fordert Sie auf, das Login als Dienstberechtigung zu erteilen, wenn die Option -a verwendet wird und Sie versuchen, einen Dienst mit einem Konto auszuführen, für das das Login nicht als Dienstberechtigung aktiviert ist. Wenn die Option -y verwendet wird, versucht dbsvc das Login als Dienstberechtigung zu erteilen, ohne eine entsprechende Eingabeaufforderung anzuzeigen. Siehe Dienstprogramm für Dienste (dbsvc) für Windows.

    • Option -an des Dienstprogramms Entladen (dbunload) kann für einen Fremdserver verwendet werden   Vor dieser Änderung konnten Sie "dbunload -an" nur für einen Server auf demselben Computer ausführen. Nun können Sie dbunload -an für einen Server ausführen, der sich auf einem anderen Computer befindet. Siehe Entladen-Dienstprogramm (dbunload).

    • Format des Hostnamens oder der IP-Adresse des Dienstprogramms Serverauflistung (dblocate)   Der Hostname und die IP-Adresse können ein beliebiges Format verwenden, unabhängig davon, ob -n angegeben wurde. Wenn ein Server z.B. auf myhost.mycompany.com ausgeführt wird, der die IP-Adresse 1.2.3.4 hat, und Sie auf einem beliebigen Computer mit der Domäne mycompany.com nur Server auflisten wollen, die auf diesem Computer ausgeführt werden, können Sie dblocate myhost, dblocate myhost.mycompany.com oder dblocate 1.2.3.4 verwenden. In früheren Versionen konnte nur dblocate myhost.mycompany.com oder dblocate -n 1.2.3.4 verwendet werden, da der betreffende Hostname bzw. die IP-Adresse mit der Adresszeichenfolge übereinstimmen musste (ausgenommen die Portnummern), die von dblocate angezeigt wurde. Siehe Dienstprogramm für die Serverauflistung (dblocate).

  • Änderungen von Standardwerten   Die folgenden Änderungen an Standardwerten wurden vorgenommen:

    • Listener-Adresse für Standard-TCP/IP für Personal Datenbankserver wurde geändert   Unter Windows wartet der Personal Datenbankserver nun anstelle von Port 0.0.0.0 an Port 127.0.0.1 auf Verbindungen. Diese Änderung bedeutet, dass Benutzer, die SQL Anywhere mit aktivierter Windows Firewall ausführen, dbeng10 nicht der Ausnahmeliste hinzufügen müssen, um das Programm zu verwenden.

      Aufgrund dieser Änderung ist es nicht möglich, sich mit LINKS=tcpip(HOST=hostname;DOBROADCAST=none) zu verbinden, wenn Hostname der tatsächliche Hostname oder die IP-Adresse des Computers ist. Die Verwendung des Hostnamens localhost oder 127.0.0.1 wird jedoch akzeptiert.

    • Standardseitengröße der Datenbank auf 4096 geändert   Die Standardgröße von Datenbankseiten für SQL Anywhere-Datenbanken wurde von 2048 Byte auf 4096 Byte geändert. Diese Seitengröße verbessert die Performance in vielen Umgebungen. Siehe CREATE DATABASE-Anweisung.

      Wenn Sie die Option -gp nicht angeben und einen Datenbankserver ohne geladene Datenbank starten, ist die Standardseitengröße auf dem Datenbankserver 4096.

    • Änderung der standardmäßigen maximalen Cachegröße   Die standardmäßige maximale Cachegröße unter Windows (nicht-AWE) wurde erhöht. Die standardmäßig maximale Cachegröße ist nun auf den jeweils niedrigeren der folgendermaßen berechneten Werte begrenzt:

      • 90% of (total_physical_memory - 4 MB), aber nicht kleiner als 2 MByte

      • (available address space - 512 MB)

    • UnixCachegröße   Die Berechnung der maximalen Cachegröße unter Unix wurde geändert. Die standardmäßige maximale Cachegröße wird nun wie folgt berechnet:

      • Auf Unix-Plattformen mit 32 Bit ist es der kleinere Wert von 90 % des physischen Speichers oder ein Wert von 1.834.880 kB.

        Auf Unix-Plattformen mit 64 Bit ist es der kleinere Wert von 90 % des physischen Speichers oder ein Wert von 8.589.672.320 kB.

      Siehe -ch - dbeng12/dbsrv12-Serveroption.

    • Gespeicherte Prozeduren in UNIX   Wenn Sie beim Upgrade vorhandener Unix-Anwendungen den 64-Bit-Datenbankserver verwenden, müssen alle externen gespeicherten Prozeduren auf 64 Bit geändert werden.

    • Standardgröße beim Konvertieren von NULL-Konstanten zu NUMERIC-Konstanten oder Zeichenfolgen-Datentypen   Beim Konvertieren einer NULL-Konstante zum Datentyp NUMERIC oder zu einem Zeichenfolgen-Datentyp wie CHAR oder VARCHAR, wird die Länge nun auf 0 gesetzt, und nicht auf 32767.

    • Standard-URI für Systemprozedur openxml wurde geändert   Wenn bei der Verwendung der openxml-Systemprozedur keine Namespace-Deklaration angegeben wird, ist das Präfix mp standardmäßig an den Uniform Resource Identifier (URI) gebunden. In früheren Versionen der Software war dieser URI urn:ianywhere-com:asa-xpath-metaprop. Der Standard-URI wurde umbenannt in urn:ianywhere-com:sa-xpath-metaprop. Siehe openxml-Systemprozedur.

  • Änderungen der Berechnung des Prozentwerts der Cachegröße für die Optionen -c, -ch und -cl   Wenn Sie P (Prozent) zusammen mit den Optionen -c, -ch oder -cl verwenden, berechnet das System nun den Prozentwert anhand des physischen Systemspeichers oder des verfügbaren Adressraums, je nachdem, was kleiner ist. Dadurch wird das Risiko einer Cachezuweisung von mehr als dem für die Adressierung verfügbaren Speicherplatz vermieden. Siehe -c - dbeng12/dbsrv12-Serveroption, -ch - dbeng12/dbsrv12-Serveroption und -cl - dbeng12/dbsrv12-Serveroption.

  • Procedure_profiling-Serveroption wurde umbenannt   Der richtige Name der Serveroption, die die Prozedurprofilerstellung steuert, ist nun ProcedureProfiling. Die frühere Form Procedure_profiling wird noch akzeptiert, sie wird jedoch in einer zukünftigen Version nicht mehr unterstützt. Siehe sa_server_option-Systemprozedur.

  • TCP/IP-Portnummer muss von Clients, die sich mit einem Datenbankserver unter HP-UX verbinden, der nicht den Standardport verwendet, nicht angegeben werden   Wenn Sie in früheren Versionen der Software einen Datenbankserver unter HP-UX gestartet haben, mussten Sie unter Verwendung der Protokolloption ServerPort [PORT] eine Portnummer angeben, wenn der Standardport (2638) bereits verwendet wurde oder wenn Sie den Standardport nicht verwenden wollten.

    Unter HP-UX ist die TCP/IP-Protokolloption ServerPort nicht mehr erforderlich, wenn mehrere Datenbankserver auf einem Computer gestartet werden. Unter Mac OS X muss die TCP/IP-Option ServerPort weiterhin angegeben werden, wenn ein Netzwerkserver gestartet wird, während bereits ein Server auf dem betreffenden Computer ausgeführt wird. Siehe ServerPort-Protokolloption (PORT).

  • SOAP CONCRETE-Antwort wurde von ASADataSet in SimpleDataset umbenannt   Die CONCRETE-Antwort wurde von ASADataSet in SimpleDataset umbenannt. Siehe CREATE SERVICE-Anweisung [SOAP-Webdienst].

  • Verhaltensänderungen des Assistenten "Datenbank entladen"   Es ist nicht mehr möglich, eine Datenbank in eine frühere Datenbankversion als Version 10 zu entladen. Wenn Sie eine Datenbank der Version 9.0.2 oder früher in eine Datenbank der Version 10 entladen, können Sie nach dem Neuaufbau nicht automatisch eine Verbindung mit der Datenbank herstellen.

  • Verhaltensänderungen des Assistenten "Datenbank extrahieren"   Es ist nicht möglich, Datenbanken der Version 9.0.2 oder früher zu extrahieren. Sie müssen aus einer Datenbank der Version 10 extrahieren.

  • Serveroptionen -ui und -ux unter Solaris nicht unterstützt   Die Optionen -ui und -ux werden unter Solaris nicht mehr unterstützt. Unter Linux sind sie noch verfügbar.

  • Konvertierung nummerischer Datentypen   Bei der Konvertierung eines DOUBLE-Datentyps in einen NUMERIC-Datentyp verwendet SQL Anywhere nun einen Algorithmus, dessen Ergebnis dem ursprünglichen DOUBLE-Wert stärker entspricht. Durch diese Änderungen werden DOUBLE-Werte mit 15 oder weniger signifikanten Zeichen genau in NUMERIC konvertiert. In einigen Fällen kann dies zu unterschiedlichen Antworten führen als in früheren Versionen von SQL Anywhere. Siehe Konvertierungen von nummerischen Datentypen.

  • Änderungen der sa_validate-Systemprozedur   Die Daten-, Index- und vollständigen Optionen für die Systemprozedur sa_validate sind nicht mehr erforderlich und ihre Verwendung wird nicht mehr empfohlen. Außer wenn Sie eine Express- oder Prüfsummenvalidierung anfordern, werden die Prüfungen, die früher von den Daten-, Index- und Volloptionen ausgeführt wurden, nun standardmäßig vorgenommen.

  • Änderungen der a_validate_type-Enumeration   Die Parameter VALIDATE_DATA, VALIDATE_INDEX und VALIDATE_FULL für die Enumeration a_validate_type sind nicht mehr erforderlich und ihre Verwendung wird nicht mehr empfohlen. Die von diesen Optionen vorgenommenen Validierungen werden nun standardmäßig durchgeführt, wenn VALIDATE_NORMAL angegeben wird. Siehe Validation-Enumeration [Datenbanktools].

  • Syntaxänderung der SQLPATH-Umgebungsvariable   Die Syntax für die SQLPATH-Umgebungsvariable für Unix wurde geändert. In früheren Versionen wurden die Pfadelemente auf allen Betriebssystemen durch Semikola (;) getrennt. In SQL Anywhere 10 werden die Pfadelemente auf Unix-Plattformen durch Doppelpunkte (:) und auf allen anderen Plattformen durch Semikola (;) getrennt.

  • Änderungen des CharSet-Verbindungsparameters   Bislang wurde bei der Angabe von "CharSet=none" die Zeichensatzkonvertierung für die Verbindung deaktiviert. Wenn Sie nun "CharSet=NONE" angeben, wird angefordert, dass die Verbindung den CHAR-Zeichensatz der Datenbank verwendet. Siehe Verbindungsparameter CharSet (CS).