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SQL Anywhere 12.0.1 (Deutsch) » SQL Anywhere 12 - Änderungen und Upgrades » Neue Funktionen in Version 11.0.0 » SQL Anywhere » Neue Funktionen in SQL Anywhere

 

Wichtigste Funktionen

Im Folgenden finden Sie eine Liste der wichtigsten Funktionen, die in SQL Anywhere Version 11.0.0 eingeführt wurden.

  • Unterstützung für die Zusammenführung von Tabellen   Sie können in SQL Anywhere nun Tabellen, Ansichten und Systemprozedurergebnisse in einer Tabelle oder Ansicht zusammenführen. Siehe MERGE-Anweisung.

  • Unterstützung von Login-Richtlinien   SQL Anywhere unterstützt nun Login-Richtlinien. Eine Login-Richtlinie umfasst eine Reihe von Optionen für Regeln, die beim Herstellen einer Datenbankverbindung für einen Benutzer angewendet werden müssen. SQL Anywhere unterstützt eine Stammrichtlinie (sogenannte "Root-Richtlinie"), die zum Speichern von Standardwerten für alle Login-Richtlinien verwendet wird. Eigene Login-Richtlinien können erstellt und gespeichert werden, mit denen die Optionen der Root-Login-Richtlinien außer Kraft gesetzt werden. Jedem Benutzer wird eine Login-Richtlinie zugewiesen. Login-Richtlinien werden nicht durch die Gruppenmitgliedschaft vererbt. Die Zuweisung einer Richtlinie an einen bestimmten Benutzer kann nach Bedarf geändert werden. Siehe Login-Richtlinien.

    Zur Nutzung dieser Funktion ist ein Datenbank-Upgrade erforderlich. Siehe SQL Anywhere-Server-Ugrades.

  • Unterstützung der Volltextsuche   SQL Anywhere unterstützt nun die Volltextsuche. Bei der Volltextsuche können alle Instanzen eines Begriffs (Worts) in einer Datenbank schnell gefunden werden. Die Volltextsuche unterscheidet sich von der normalen Suche durch die Verwendung von Prädikaten, wie z. B. LIKE, REGEXP und SIMILAR TO, da sie begriffsbasiert ist und einen Textindex verwendet, anstatt Tabellenzeilen zu durchsuchen. Siehe Volltextsuche.

    Sie müssen ein Upgrade der Datenbank durchführen, um die Volltextsuchfunktion verwenden zu können. Siehe SQL Anywhere-Server-Ugrades.

  • Unterstützung regulärer Ausdrücke    SQL Anywhere bietet nun mit den zwei neuen Suchbedingungen REGEXP und SIMILAR TO Unterstützung für reguläre Ausdrücke. Siehe REGEXP-Suchbedingung und SIMILAR TO-Suchbedingung.

    Siehe Überblick über reguläre Ausdrücke und Die Suchbedingungen LIKE, REGEXP und SIMILAR TO.

  • Einstellungen von Datenbankoptionen werden nun im Transaktionslog aufgezeichnet   Die während eines LOAD-Vorgangs gültigen Datenbankoptionseinstellungen werden nun im Transaktionslog aufgezeichnet. Dadurch wird sichergestellt, dass die Daten nicht inkonsistent werden, falls Optionen, z.B. date_order und nearest_century, zwischen dem ursprünglichen LOAD-Vorgang und dem LOAD-Vorgang bei der Anwendung des letzten Transaktionslogs während der Wiederherstellung geändert wurden.

  • Erweiterungen für die Verwendung von Indizes durch den Optimierer   Die Indizierungsfähigkeiten von SQL Anywhere wurden auf verschiedene Weise erweitert. Sie müssen ein Upgrade der Datenbank durchführen, um diese neuen Funktionen verwenden zu können. Siehe SQL Anywhere-Server-Ugrades.

    • Unterstützung des mehrfachen Index-Scans   Der Optimierer wurde erweitert und untersucht nun mehrere Indizes (bis zu vier), um Daten aus einer Basistabelle basierend auf mehreren Prädikaten für diese Tabelle abzurufen. Bislang konnten Sie nur einen Index als Index-Hint für eine Abfrage festlegen. Mithilfe eines neuen Index-Hints in der WITH-Klausel einer SELECT-Anweisung können Sie nun festlegen, dass ein mehrfacher Index-Scan verwendet wird. Siehe FROM-Klausel.

      Ein neuer Tabellenzugriffsalgorithmus, der mehrfache Index-Scan, wurde hinzugefügt.

    • Unterstützung für den reinen Indexabruf   Der Optimierer wurde erweitert und unterstützt nun reine Indexabrufe. Beim reinen Indexabruf wird die Abfrage mithilfe von Daten aus den Indizes ausgeführt. Dabei muss nicht auf entsprechende Zeilen in den Tabellen zugegriffen werden. Der Optimierer führt, wenn möglich, immer einen reinen Indexabruf aus. Mit dem Hint INDEX ONLY { ON | OFF } kann gesteuert werden, ob ein reiner Indexabruf ausgeführt wird. Siehe FROM-Klausel.

  • Erweiterungen zum Laden und Entladen von Daten   Folgende Erweiterungen zum Laden und Entladen von Daten wurden hinzugefügt:

    • Daten von einem Clientcomputer herunterladen und Daten auf einen Clientcomputer entladen   SQL-Anweisungen und Funktionen werden zum Lesen und Schreiben von Daten verwendet, die sich auf dem Datenbankserver befinden. Es wurden neue Funktionen implementiert, die diese Funktionalität auf Dateien erweitern, die auf dem Clientcomputer gespeichert sind, ohne Clientdateien auf den Datenbankservercomputer kopieren zu müssen. Die Datenübertragung wird effizient ausgeführt, wobei die Sicherheit und die Zugriffssteuerung für Daten auf dem Clientcomputer gewährleistet sind.

      Das tatsächliche Lesen von Dateien auf dem Clientcomputer wird von den Clientbibliotheken auf transparente Weise durchgeführt. Das bedeutet, dass vorhandene Clientanwendungen die Vorteile dieser neuen Funktion mithilfe der SQL-Sprachunterstützung sofort nutzen können.

      Zur Nutzung dieser neuen Funktionen müssen sowohl der Client als auch der Datenbankserver die SQL Anywhere Version 11.0.0 verwenden. Außerdem muss der Client das Command Sequence-Kommunikationsprotokoll (CmdSeq) verwenden.

      Siehe Zugriff auf Daten auf Clientcomputern.

    • Daten in eine Variable entladen   Die UNLOAD-Anweisung wurde erweitert und bezieht nun die INTO VARIABLE-Klausel ein, die es gestattet, Daten in eine Variable zu entladen. Siehe UNLOAD-Anweisung.

    • Daten aus einer Spalte in einer anderen Tabelle laden   Die LOAD TABLE-Anweisung wurde erweitert und umfasst nun die USING COLUMN-Klausel. Mit ihr können Daten aus einer Spalte einer anderen Tabelle geladen werden. Siehe LOAD TABLE-Anweisung und Daten mit der LOAD TABLE-Anweisung importieren.

      Zur Nutzung dieser neuen Funktion ist ein Datenbank-Upgrade erforderlich. Siehe SQL Anywhere-Server-Ugrades.

    • Daten aus einem Wert laden (BLOB)   Die LOAD TABLE-Anweisung wurde erweitert und umfasst nun die USING VALUE-Klausel. Mit ihr können Daten aus einem Wertausdruck geladen werden, wie etwa die Ergebnisse einer Funktion oder Systemprozedur. Siehe LOAD TABLE-Anweisung und Daten mit der LOAD TABLE-Anweisung importieren.

      Zur Nutzung dieser neuen Funktion ist ein Datenbank-Upgrade erforderlich. Siehe SQL Anywhere-Server-Ugrades.

    • Erweiterungen für die Wiederherstellung mit der LOAD TABLE-Anweisung und die Spiegelung   Bislang wurde in einer gespiegelten Datenbankkonfiguration das Laden von Daten aus einer Datei mit der LOAD TABLE-Anweisung nicht unterstützt. Dies lag daran, dass nur die LOAD TABLE-Anweisung im Transaktionslog gespeichert wurde und nicht die geladenen Daten. Zudem konnten Daten, die mit einer LOAD TABLE-Anweisung geladen worden waren, nicht wiederhergestellt werden, wenn die ursprüngliche Ladedatei bei der Wiederherstellung nicht vorhanden war.

      Die LOAD TABLE-Anweisung wurde erweitert und umfasst nun drei neue Protokollierungsoptionen: WITH CONTENT LOGGING, WITH ROW LOGGING und WITH FILE NAME LOGGING. Mit diesen Klauseln können Sie steuern, ob die geladenen Daten im Transaktionslog aufgezeichnet werden. In einem Datenbankspiegelungssystem können diese Daten verwendet werden, um die Spiegeldatenbank zu laden. Außerdem muss die Ladedatei bei der Wiederherstellung nicht mehr vorhanden sein. Siehe LOAD TABLE-Anweisung.

      Zur Nutzung dieser Funktion ist ein Datenbank-Upgrade erforderlich. Siehe SQL Anywhere-Server-Ugrades.

  • Erweiterungen materialisierter Ansichten   Die Unterstützung für materialisierte Ansichten wurde folgendermaßen erweitert:

    • Unterstützung für materialisierte Sofortansichten   Sie können nun materialisierte Ansichten so konfigurieren, dass sie sofort aktualisiert werden, wenn Datenänderungen in den zugrunde liegenden Tabellen Auswirkungen auf die materialisierte Ansicht haben. Ansichten mit diesem Aktualisierungstyp werden als Sofortansichten bezeichnet. Nicht sofort aktualisierte Ansichten werden nun als manuelle Ansichten bezeichnet. Materialisierte Ansichten, die vor dieser Version erstellt wurden, werden als manuelle Ansichten behandelt. Neu erstellte materialisierte Ansichten sind standardmäßig ebenfalls manuelle Ansichten.

      Weitere Hinweise zu manuellen und Sofortansichten finden Sie unter Materialisierte Ansichten und Einstellen des Aktualisierungstyps auf "Manuell" oder "Sofort".

      Zur Verwendung der Systemprozeduren, die diese Funktion unterstützen, ist ein Datenbank-Upgrade erforderlich. Siehe SQL Anywhere-Server-Ugrades.

    • Gleichzeitige Aktualisierbarkeit mehrerer materialisierter Ansichten   Bislang mussten materialisierte Ansichten einzeln aktualisiert werden. Änderungen der zugrunde liegenden Daten zwischen den einzelnen Aktualisierungsvorgängen konnten zu Inkonsistenzen zwischen den materialisierten Ansichten führen. Nun können Sie zum Aktualisieren mehrerer materialisierter Ansichten mit den gleichen Daten eine Liste materialisierter Ansichten für die Anweisung REFRESH MATERIALIZED VIEW festlegen. Siehe REFRESH MATERIALIZED VIEW-Anweisung und Aktualisieren einer manuellen materialisierte Ansicht.

    • Neue WITH SHARED MODE-Klausel für die REFRESH MATERIALIZED VIEW-Anweisung    Die neue WITH SHARE MODE-Klausel wurde der REFRESH MATERIALIZED VIEW-Anweisung hinzugefügt. Dieser Modus bietet anderen Transaktionen während des Aktualisierungsvorgangs Lesezugriff auf zugrunde liegende Tabellen. Wenn diese Klausel angegeben wird, werden vor dem Ausführen des Aktualisierungsvorgangs gemeinsam genutzte Tabellensperren für alle Basistabellen gesetzt. Der Standardmodus ist nun WITH SHARE MODE, außer die materialisierte Ansicht ist als IMMEDIATE REFRESH festgelegt oder die Snapshot-Isolation ist für die Datenbank aktiviert. Weitere Hinweise zum Standardaktualisierungsverhalten finden Sie unter REFRESH MATERIALIZED VIEW-Anweisung.

  • Unterstützung für die Abfrage einer Datei oder BLOB-Zeichenfolge   Mit der neuen OPENSTRING-Unterklausel der FROM-Klausel können Sie nun Daten aus einer Datei oder BLOB-Zeichenfolge abfragen. Mit der OPENSTRING-Klausel können Sie neben dem abzufragenden Objekt auch das Schema sowie andere syntaktische Analyseinformationen für die Daten festlegen. Siehe FROM-Klausel.

    Wenn der OPENSTRING-Vorgang ausgeführt wird, erscheint im Ausführungsplan das neue Planobjekt OpenString.

  • Verbesserte Unterstützung von komprimierten Indizes   Aufgrund der verbesserten Unterstützung von komprimierten Indizes ist eine neu aufgesetzte Datenbank, nachdem sie entladen und neu geladen wurde, möglicherweise kleiner als die ursprüngliche Datenbank. Die geringere Datenbankgröße ist kein Hinweis auf ein Problem oder einen Datenverlust.

  • Reiner Lesezugriff für auf einem Spiegelserver ausgeführte Datenbanken   Wenn Sie die Datenbankspiegelung verwenden, können Sie nun eine Verbindung mit der Datenbank herstellen, die auf dem Spiegelserver ausgeführt wird. Auf diese Weise können Sie Berichterstellungsvorgänge, die möglicherweise ressourcenintensiv sind, auf den Spiegelserver übertragen, während der Primärserver weiterhin verfügbar ist. Sie können eine Verbindung mit einer Spiegeldatenbank herstellen, indem Sie einen Datenbankservernamen mit der Serveroption -sm angeben. Mithilfe dieser Option können Sie auf die schreibgeschützte Spiegeldatenbank zugreifen. Siehe -sm - dbsrv12-Datenbankoption (nicht mehr empfohlen) und Schreibgeschützten Zugriff auf eine Datenbank konfigurieren, die auf dem Spiegelserver läuft.