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SAP Sybase SQL Anywhere 16.0 (Deutsch) » SQL Anywhere Server - Datenbankadministration » Datenbankadministration » Dienstprogramme für die Datenbankadministration » Datenquellen-Dienstprogramm (dbdsn)

 

ODBC-Verbindungsparameter

Das Datenquellendienstprogramm (dbdsn) unterstützt die folgenden ODBC-Verbindungsparameter. Boolsche Argumente (TRUE oder FALSE) sind entweder YES bzw. 1 bei TRUE oder NO bzw. 0 bei FALSE.

Name Beschreibung
Delphi Delphi kann mehrere Lesezeichenwerte für eine Zeile nicht verarbeiten. Wenn Sie diesen Wert auf NO setzen, wird jeder Zeile ein Lesezeichenwert zugeordnet, und nicht zwei wie im Normalfall. Wenn Sie diese Option auf YES setzen, verbessern Sie damit möglicherweise die Performance scrollfähiger Cursor.
DescribeCursor

Mit diesem Parameter können Sie angeben, wie oft ein Cursor neu beschrieben werden soll, wenn eine Prozedur aufgerufen wird. Die Standardeinstellung ist "Wenn nötig".

  • Nie   Geben Sie 0, N oder NO an, wenn Sie sich sicher sind, dass Ihre Cursor nicht neu beschrieben werden müssen. Cursor neu zu beschreiben ist kostenträchtig und kann die Performance beeinträchtigen.

  • Wenn nötig:   Geben Sie 1, Y oder YES an, wenn der ODBC-Treiber ermitteln soll, ob ein Cursor neu beschrieben werden muss. Das Vorhandensein einer RESULT-Klausel in Ihrer Prozedur verhindert, dass ODBC-Anwendungen die Ergebnismenge neu beschreiben, nachdem ein Cursor geöffnet wurde. Dies ist die Standardeinstellung.

  • Immer   Wenn Sie 2, A oder ALWAYS angeben, wird der Cursor jedes Mal neu beschrieben, wenn er geöffnet wird. Wenn Sie Transact-SQL-Prozeduren verwenden oder Prozeduren, die mehrere Ergebnismengen zurückgeben, müssen Sie den Cursor jedes Mal neu beschreiben, wenn er geöffnet wird.

Description Mit diesem Parameter können Sie eine Beschreibung der ODBC-Datenquelle eingeben.
Driver

Mit diesem Parameter können Sie wie folgt einen ODBC-Treiber für die Verbindung angeben: Driver=driver-name. Standardmäßig ist der verwendete Treiber SQL Anywhere 16. Der Treibername muss SQL Anywhere X sein, wobei X die Hauptversionsnummer der Software ist. Wenn der Treibername nicht mit SQL Anywhere beginnt, kann er vom Datenquellen-Dienstprogramm (dbdsn) nicht gelesen werden.

Unter Unix gibt dieser Parameter den voll qualifizierten Pfad zum Shared Object an. Wenn Sie unter Unix den Treiberverbindungsparameter nicht angeben, fügt das Datenquellendienstprogramm automatisch einen Treibereintrag mit dem vollen Pfad des SQL Anywhere ODBC-Treibers basierend auf der Einstellung der SQLANY16-Umgebungsvariablen hinzu.

Escape

Dieser Parameter gibt das Escapezeichen an, das in der LIKE-Klausel von SQL-Anweisungen verwendet wird, die vom ODBC-Treiber generiert werden, wenn eine Liste von Tabellen oder Spalten zurückgegeben wird.

Der ODBC-Treiber verwendet standardmäßig die Tilde (~). In einigen Anwendungen wird als Escapezeichen jedoch der Backslash (\) erwartet.

Das folgende Fragment einer Verbindungszeichenfolge legt den Backslash als Escapezeichen fest:

"DSN=SQL Anywhere 16 Demo;UID=DBA;PWD=sql;ESCAPE=\\;Host=myhost"
GetTypeInfoChar Wenn diese Option auf YES gesetzt ist, werden CHAR-Spalten als SQL_CHAR und nicht als SQL_VARCHAR zurückgegeben. Standardmäßig werden CHAR-Spalten als SQL_VARCHAR zurückgegeben.
InitString Mit InitString können Sie einen Befehl angeben, der unmittelbar nach Verbindungsherstellung ausgeführt wird. So können Sie beispielsweise eine Datenbankoption setzen oder eine gespeicherte Prozedur aufrufen.
IsolationLevel

Sie können einen der folgenden Werte angeben, um die Ausgangs-Isolationsstufe für diese Datenquelle einzustellen:

  • 0   Diese Isolationsstufe wird auch die read uncommitted-Stufe (nicht festgeschriebene Anweisungen lesen) genannt. Es handelt sich dabei um die Standardisolationsstufe. Sie ermöglicht einen maximalen Parallelitätsgrad, allerdings können noch nicht festgeschriebene Daten (Dirty Reads), nicht wiederholbare Lesevorgänge und Phantomzeilen in den Ergebnismengen vorkommen.

  • 1   Diese Isolationsstufe wird auch die read committed-Stufe (festgeschriebene Anweisungen lesen) genannt. Auf dieser Stufe ist weniger Parallelität möglich als auf Stufe 0, aber einige der Inkonsistenzen in den Ergebnismengen, die auf Isolationsstufe 0 vorkommen, werden eliminiert. Nicht wiederholbare Zeilen und Phantomzeilen können vorkommen, aber Dirty Reads werden verhindert.

  • 2   Diese Isolationsstufe wird auch die repeatable read-Stufe (wiederholbare Lesevorgänge) genannt. Phantomzeilen können auftreten. Dirty Reads und nicht wiederholbare Zeilen werden verhindert.

  • 3   Diese Isolationsstufe wird auch die serializable-Stufe (serialisierbar) genannt. Auf dieser Stufe wird der geringste Parallelitätsgrad verfügbar gemacht. Diese Isolationsstufe bietet die strengsten Auflagen. Dirty Reads, nicht wiederholbare Lesevorgänge und Phantomzeilen werden verhindert.

  • Snapshot   Sie müssen die Snapshot-Isolation für die Datenbank aktivieren, um diese Isolationsstufe zu verwenden. Die Snapshot-Isolationsstufen verhindern alle Interferenzen zwischen Lese- und Schreibvorgängen. Schreibvorgänge können sich weiterhin überlagern. Für die Konfliktlösung sind einige Inkonsistenzen möglich und die Performance entspricht der von Isolationsstufe 0.

  • Statement-snapshot   Sie müssen die Snapshot-Isolation für die Datenbank aktivieren, um diese Isolationsstufe zu verwenden. Die Snapshot-Isolationsstufen verhindern alle Interferenzen zwischen Lese- und Schreibvorgängen. Schreibvorgänge können sich weiterhin überlagern. Für die Konfliktlösung sind einige Inkonsistenzen möglich und die Performance entspricht der von Isolationsstufe 0.

  • Readonly-statement-snapshot   Sie müssen die Snapshot-Isolation für die Datenbank aktivieren, um diese Isolationsstufe zu verwenden. Die Snapshot-Isolationsstufen verhindern alle Interferenzen zwischen Lese- und Schreibvorgängen. Schreibvorgänge können sich weiterhin überlagern. Für die Konfliktlösung sind einige Inkonsistenzen möglich und die Performance entspricht der von Isolationsstufe 0.

KeysInSQLStatistics Setzen Sie diesen Parameter auf YES, wenn die SQLStatistics-Funktion Fremdschlüssel zurückgeben soll. Die ODBC-Spezifikation legt fest, dass SQLStatistics keine Primär- oder Fremdschlüssel zurückgeben soll. Einige Microsoft-Anwendungen (wie Microsoft Visual Basic und Microsoft Access) setzen allerdings voraus, dass Primär- und Fremdschlüssel von SQLStatistics zurückgegeben werden.
LazyAutocommit Setzen Sie diesen Parameter auf YES, um den Festschreibevorgang bis zum Ende einer Anweisung zu verzögern.
PrefetchOnOpen Wenn PrefetchOnOpen auf YES eingestellt ist, wird eine Prefetch-Anforderung mit der Anforderung, den Cursor zu öffnen, gesendet. Der Prefetch hindert eine Netzwerkanforderung daran, jedesmal Zeilen abzurufen, wenn ein Cursor geöffnet wird. Spalten müssen bereits gebunden sein, damit der Prefetch beim geöffneten Cursor stattfindet. Dieser Verbindungsparameter vermindert möglicherweise die Anzahl von Client/Server-Anforderungen, was die Performance über ein LAN oder WAN verbessern kann.
PreventNotCapable Der SQL Anywhere ODBC-Treiber gibt einen Fehler zurück, weil er keine Qualifizierer unterstützt. Einige ODBC-Anwendungen verarbeiten diesen Fehler nicht einwandfrei. Setzen Sie diesen Parameter auf YES, um die Rückgabe dieser Fehlermeldung zu verhindern und diesen Anwendungen die fehlerfreie Funktion zu ermöglichen.
SuppressWarnings Setzen Sie diesen Parameter auf YES, wenn Sie Warnmeldungen unterdrücken möchten, die vom Datenbankserver bei einem Fetch-Vorgang zurückgegeben werden. Die Versionen 8.0.0 und höher des Datenbankservers geben mehr Fetch-Warnungen ab als frühere Versionen der Software. Bei Anwendungen, die mit einer älteren Version der Software implementiert werden, können Sie mit dieser Option sicherstellen, dass korrekt mit den Fetch-Warnungen umgegangen wird.
SuppressInfoForDataTypes

Setzen Sie diesen Parameter auf eine kommagetrennte Liste von Datentypnamen, um zu verhindern, dass der ODBC-Treiber Informationen zu den angegebenen Datentypen zurückgibt. Die angegebenen Datentypen werden weder von der SQLGetTypeInfo-Funktion noch von der DatabaseMetaData.getTypeInfo-Funktion zurückgegeben. Die Anwendung kann jedoch den Datentyp in Spaltendeklarationen und in Ergebnismengenabfragen verwenden. Beispiel: In der folgenden Verbindungszeichenfolge wird verhindert, dass der ODBC-Treiber Informationen zu den Datentypen NVARCHAR, LONG VARCHAR und VARBIT zurückgibt.

SuppressInfoForDataTypes=nvarchar,long nvarchar,varbit
TranslationDLL Diese Option dient der Abwärtskompatibilität. Die Verwendung von Übersetzern wird nicht empfohlen.
TranslationName Diese Option dient der Abwärtskompatibilität. Die Verwendung von Übersetzern wird nicht empfohlen.
TranslationOption Diese Option dient der Abwärtskompatibilität. Die Verwendung von Übersetzern wird nicht empfohlen.
 Siehe auch