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Wenn Hardware-Ressourcen ein einschränkender Faktor sind

Wenn eine Datenbank mit mehr Arbeitslast fertig werden muss, wird die Performance üblicherweise durch CPU-Zyklen, den Arbeitsspeicher oder die I/O-Bandbreite der Festplatte eingeschränkt. Eine ineffiziente Anwendung oder ein ineffizienter Datenbankserver könnte die Ursache sein. Wenn Sie keine Effizienzmängel feststellen können, müssen Sie möglicherweise zusätzliche Hardwareressourcen zur Verfügung stellen.

Durch Hinzufügen von Ressourcen werden möglicherweise nicht alle Probleme im Zusammenhang mit der Skalierbarkeit gelöst oder die Computer-Performance gesteigert. Wenn ein Datenbankserver beispielsweise seine ihm zugewiesenen CPUs voll ausnützt, könnte dies darauf hinweisen, dass Sie weitere CPU-Ressourcen zuweisen sollten. Eine Verdoppelung der dem Datenbankserver verfügbaren CPUs verdoppelt allerdings nicht unbedingt die Arbeitsleistung, die der Datenbankserver ausführen kann.

Verwenden Sie die Registerkarte Statistiken im Bereich Details zur Anwendungsprofilerstellung um zu ermitteln, ob Hardware-Ressourcen ein einschränkender Faktor für die Performance sind.

  • Ermitteln, ob die CPU ein einschränkender Faktor ist   Um zu ermitteln, ob die CPU ein einschränkender Faktor ist, prüfen Sie die Statistik "ProcessCPU". Falls diese Statistik im Diagramm nicht vorhanden ist, klicken Sie auf die Schaltfläche Statistik hinzufügen und anschließend auf ProcessCPU. Wenn auf dem Diagramm erkennbar ist, dass sich der Zählerwert um ca. 1 Punkt pro Sekunde für jede CPU erhöht, die dem Datenbankserver zugeordnet ist, dann handelt es sich bei der CPU um einen einschränkenden Faktor. (Beispiel: Ein Datenbankserver läuft auf zwei CPUs. Wenn der CPU-Prozesszähler in 10 Sekunden von 2220 auf 2237 steigt, war die CPU-Nutzung in dieser Zeit (2237-2220)/10s*100 % = 170 %. Somit arbeitet jede CPU mit 170 %/2 = 85 % ihrer Kapazität.

  • Ermitteln, ob der Arbeitsspeicher ein einschränkender Faktor ist   Um zu ermitteln, ob der Arbeitsspeicher (Größe des Pufferpools) ein einschränkender Faktor ist, prüfen Sie die Datenbankstatistiken "CacheHits" und "CacheReads". Falls diese Statistiken im Diagramm nicht vorhanden sind, klicken Sie auf die Schaltfläche Statistik hinzufügen und anschließend auf CacheHits und CacheReads. Falls "CacheHits" weniger als 10 % von "CacheReads" beträgt, bedeutet dies, dass der Pufferpool zu klein ist. Falls das Verhältnis im Rahmen von 10 - 70 % liegt, kann dies eine Hinweis auf einen zu kleinen Pufferpool sein — Sie sollten versuchen, die Cachegröße für den Datenbankserver zu erhöhen. Falls das Verhältnis über 70 % liegt, ist die Cachegröße wahrscheinlich ausreichend. Diese Strategie gilt nur, während der Datenbankserver gleichmäßig ausgelastet ist – d.h., wenn die normalen Arbeiten ausgeführt werden, nicht aber, wenn die Datenbank gerade gestartet wurde.

  • Erkennen, ob die I/O-Bandbreite ein einschränkender Faktor ist   Um zu ermitteln, ob die I/O-Bandbreite ein einschränkender Faktor ist, prüfen Sie die Datenbankstatistik "CurrIO". Falls diese Statistik im Diagramm nicht vorhanden ist, klicken Sie auf die Schaltfläche Statistik hinzufügen und anschließend auf CurrIO. Suchen Sie nach dem höchsten anhaltenden Wert in der Statistik. Wenn es beispielsweise ein hohes Plateau in der Grafik gibt, ist es um so wichtiger, je breiter es ist. Wenn das Diagramm anhaltende Werte von 3 oder mehr plus die Anzahl der vom Datenbankserver verwendeten physischen Platten aufweist, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass das Plattensystem dem Ausmaß der Aktivitäten des Datenbankservers nicht gewachsen ist.

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